, den 26.02.2006 (Letztes Update: 08.12.2017)

Pfui Spinne? Deutsche Firmen rüsten Irans Atomprogramm auf

Iran
Flagge des Iran.

Deutschland rüstet den Iran auf, kann das sein? Deutsche Firmen haben sich im iranischen Atomprogramm einspannen lassen, heißt es im Spiegel. Wie konnten sie nur? „Vör allem der Jecken us Colonia?! dat jeiht no jar nit.“ Es ist sogar von Verfehlungen und Schmuggel die Rede. Entsprechend sind nun Razzien durchgeführt worden. Aber die kommen offenbar zu spät.

Deutschland rüstet den Iran auf

Im Spiegel ist von Atomschmuggel die Rede (vgl. S. 18, Ausgabe 8 vom 20. Februar 2006). Die Behörden der Bundesrepublik haben Razzien in insgesamt acht in Deutschland ansässigen Firmen unternommen. Darunter: Die DWW Nukleare Messtechnik GmbH aus Köln. Sie hat mittlerweile Insolvenz angemeldet. Die Firma soll Dreck am Stecken haben. Was heißt das, aber? Welches Vergehens haben sich die deutschen Firmen, hat sich der ehemalige Geschäftsführer der Kölner DWW GmbH, Physiker Paul Walter W. denn schuldig gemacht? – Die Kölner Firma hat einen „Hand-Fuß-Kleider-Kontaminationsmonitor“ (HFKK) ausgeliefert. Das Gerät funktioniert wie eine Art Geigerzähler und Scanner in einem. Der HFKK zeigt an, ob jemand radioaktiv verstrahlt ist. Er sieht dabei eher aus wie eine altertümliche Körper-Balkenwaage, wie wir sie aus Ärztezimmern kennen. Unstimmigkeiten sollen bei der „Lieferung“ zu Tage getreten sein.

Wer entscheidet über die Schuld?

Die Frage der Schuld in dieser Angelegenheit der Ausstattung des iranischen Atomprogramms wirkt subjektiv; Trevor Ochmonek, den wir aus ALF kennen, vergräbt beispielsweise nur eine Rinderhälfte im Garten. ALF aber hält ihn für den Mörder seiner Frau. Die ist jedoch nur wegen eines Streits für einige Zeit zu ihrer Mutter gefahren. – Der Verkauf dieses Geräts für das Atomprogramm des Irans wird nach „Einschätzung der Emittler“ als Tarnaktion bewertet. Denn der Empfänger des HFKK ist in Dubai stationiert. Die Ermittlungen laufen noch. Deswegen ist bislang kein Urteil gefällt.

Der kurze Artikel im Spiegel indes hat den einen oder anderen unmündigen Leser dazu verführt, schon jetzt unnötigerweise ein Paar Minuspunkte zu verteilen. Dies wirkt umso schwerer, da selbst „Urteile“ nicht immer uneingeschränkt zutreffen. Beispiel gefällig? Die USA haben im Sicherheitsrat vorgebracht, der Irak würde ABC-Waffen besitzen. Ein „Fake“, wie wir heute wissen. Fest steht: Wann immer man dem gemeinen Mann die Chance einräumt, ein Großer zu werden, liefert er den anderen ans Messer.

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