Siemens: Man(n) hat es sich nicht leicht gemacht

Benq Siemens S68
Benq Siemens S68

Eine medial prostituierte Posse folgt der nächsten. Siemens-Aufsichtsrat von Pierer schob den schwarzen Peter des letzten Jahres schon ein Mal von sich und den Seinen.

Empathie

Siemens, hätte sich die Entscheidung damals nicht leicht gemacht und zudem Benq nach Möglichkeit unterstützt. In harten Zahlen heißt das: Man überwies den Taiwanesen sogar noch 350 Millionen Euro. Keine Peanuts offensichtlich, oder doch? Ein wirkliches Topprodukt wird eigentlich nicht noch kostenlos mit Handgeld weiter gereicht. Die Fehler steckten offenbar im Detail, denn, so hätten von Pierer und der Vorstand von Siemens die Entscheidung von Benq genauso erschüttert wie die Öffentlichkeit aufgenommen. Kein Wunder, sind doch die Damen und Herren anteilig zumindest Subjekte dieser ca. 81 Millionen Entitäten großen, bundesdeutschen Gesellschaft. Sie können sich nicht heraus reden, wenn es darum geht, genauso viel Empathie zeigen zu müssen, wie der Rest der Republik.

Dann allerdings geht’s doch wieder ans Eingemachte. Nicht das von Muttern, sondern das von Siemens. Die Firma prüft rechtliche Schritte. Nicht um den taiwanesischen Elektrokonzern wegen der gebrochenen Absprachen in Sachen Arbeitsplatzsicherung zu belangen. Eigentlich nur, weil durch die Geschehnisse der Markenname Siemens Schaden gelitten hat. Bis zu 5 Jahre nämlich hätte dieser noch neben – so ging man naiverweise davon aus – dem BENQ-Emblem, als dynamisches Duo quasi, auf den Mobiltelefonen prangen sollen. Kein Name, keine indirekte Markenfestigung, vielleicht eher latenter Rufmord? Schön, dass es Dinge gibt, für die manche sich verantwortlich fühlen. Pech nur, dass sich der für 350 Millionen Euro angeheuerte, taiwanesische Killer von 3000 Jobs falsch verhalten hat.

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Geschrieben am: 30.09.2006
Zuletzt aktualisiert: 12.01.2016
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