Flick-Erben streiten mit NRW: Auf dass das Land arm werde

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Man nehme ein Paar Staatsbeamte, Leute quasi, wie du und ich, und einige Milliardärs-Erben, die nicht Gnade vor Recht ergehen lassen wollen.

Heraus kommt ein Gerichtsverfahren, das die normalen Menschen wütend macht.

Anspruch verjährt

75 Millionen Euro plus Zinsen stehen im Raum. Eine Zahlung, die das Land NRW wohl zähneknirschend den Flick-Erben in den gierigen, schmutzigen Schlund wird stecken müssen. Ein Steuerhinterziehungs-Verfahren, das nicht zu Ende gebracht werden konnte, ist der Grund, warum das Geld nun wieder zurück gezahlt werden muss. Verjährung. Gezahlt wurde das Geld damals eigentlich, um sich reinzuwaschen, vom Verdacht der Steuerhinterziehung. Damals sah man allerdings noch mehr Dollar am Horizont auftauchen. Lediglich Beweismaterial konnte man nicht aufbringen und weitere am Fiskus vorbei geschleuste Millionen nicht dingfest machen. Bevor Flick vor kurzem den Löffel abgab – der Tod hab ihn selig – machte er von seinem Recht gebrauch, wegen Verjährung das gezahlte Geld zurück zu fordern. Immerhin bestand jetzt kein Anspruch des Staates mehr. So hat sich quasi die Schuld mit der Zeit reingewaschen? Perfide Methodik unseres bürokratischen Systems, das sich in diesem Fall mit seinen eigenen Waffen geschlagen hat.

1500 Lehrer könnte man einstellen und für ein Jahr bezahlen. Stattdessen muss man vorbeugend darauf verzichten und sogar Kindergärten schließen. Wo man spart, das ist prinzipiell egal. Als Bericht erstattende Instanz könnte man also genauso gut den Rotstift beim Straßenbau anmerken. Dem Volk geht vielleicht jedoch eher ein Licht auf, wenn man mit den Dingen ankommt, die ihre Kinder noch am dringlichsten trifft. Es kann doch nicht sein, dass irgendwelche Proleten-Kinder und -Enkel den Hals nicht voll kriegen, dafür, dass sie einstmals auch kein Problem damit zu haben schienen, als ihr Gönner-Vater und -Großvater sich strafbar gemacht hat. Zudem werden Leute wie wir, Hinz und Kunz von den dämlichsten Verwaltungsbeamten, die lieber 8-Stunden-Schichten schieben und dem Rest vom Sozialstaat jetzt eine derartige Altlast aufhalsen. Wie wäre es, wenn man die ganze Rasselbande dafür zur Verantwortung zieht und sie vor den Kadi zerrt? Ihnen wird vorgeworfen, sich an der Allgemeinheit verbrochen zu haben. Gefängnisstrafe müsste mindestens angeordnet werden. Jeder ist ein Teil vom großen Ganzen und wenn alle so schludern, dann können wir stolz auf uns sein? Wir sind Deutschland! Davon krieg ich in solchen Fällen aber absolut nichts mit. Sollen doch die Flicks und die trotteligen Beamten sich um die 75 Millionen Euro + Zinsen streiten, auf dass sie daran ersticken.

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Geschrieben am: 22.10.2006
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2018
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