Farce: Umfrage zur Beliebtheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

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DigiTV berichtet über eine Emnid-Umfrage, in der man „100“ Leute über 16 Jahre im Bundesgebiet befragt habe. Während man dies manchmal tut, um das allgemeine Fernsehverhalten festzustellen, ging es in diesem Fall um die Beliebtheit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten.

Repräsentativität?

35% aller Leute ab 16 Jahren, die im Bundesgebiet ausgewählt wurden, um die Fragen zu beantworten, sie votierten für den Erhalt der öffentlich-rechtlichen Sender. 54% der Besserverdienenden (1500 Euro netto + X) und gut zwei Drittel der Akademiker sprechen sich ebenso für ARD und ZDF aus.

54% von Hundert sind äußerst wenig. Selbst wenn man eine Null anhängt – wie viel sind dann 54% der Besserverdienenden? Wenn man demographische Faktoren anlegt, um Repräsentativität zu erzeugen, müsste man diese Gruppe nur anteilig befragen. Wenn man von denen innerhalb der 100% nur gut die Hälfte zur Hand nimmt, machen am Ende vielleicht eine Handvoll Leute eine Meinung? Sozialwissenschaftler würden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.

Wir müssen mehr und mehr aufpassen, uns nicht von solchen Dingen beeinflussen zu lassen. Ein Beispiel, dass ich gerne bei zur Hand nehme: Die Schlagzeile der BILD-Zeitung, in der es hieß, Grünen-Politiker wollten 5 Euro für den Liter Benzin verlangen. Trotz anteiliger Regierungszeit ist es dazu bis heute nicht gekommen. Journalismus sollte sich selbst ein wenig mehr Verantwortung einimpfen und nicht ins Fiktive abdriften.

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Geschrieben am: 24.10.2006
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2018
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