Pension zu niedrig: Welteke klagt gegen Landtag und Bundesbank

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Eines muss man der BILD Zeitung lassen, sie ist nicht verlegen, wenn es darum geht, Sozialschmarotzer öffentlich an den Pranger zu stellen. So auch im Fall von Ernst Welteke. Der ehemalige Chef der Bundesbank klagt in zwei verschiedenen Verfahren auf eine höhere Pension.

Ernst Welteke war 21 Jahre lang Landtagsabgeordneter der hessischen SPD. In dieser Zeit stimmte er einem Gesetz zu, das zugunsten der „hessischen“ Steuerzahler und zur Entlastung der „hessischen“ Landeskassen beitrug. Fälle wie die von Welteke wurden gesetzlich überformt.

Nach seiner Zeit als Landtagsabgeordneter wurde Welteke Chef der Bundesbank. Sein Jahresverdienst dort: 300 000 Euro. Eine Pension in Höhe von 8 000 Euro ist die Folge. Welteke ist das offensichtlich zu wenig. Das Gesetz, für das Welteke seinerzeit mit abstimmte, sah vor, dass jemand, wenn er im Staatsdienst (in verbeamteter Position) den Job wechselt, in Zukunft nur noch diejenige Pension ausgezahlt würde, die die höhere sei. Ursprünglich haben Beamte beide Pensionen ausgezahlt bekommen. Welteke fordert nun insgesamt 24 000 Euro an Pension, richtet seine Klagen an die Bundesbank und an den hessischen Landtag. Wenn jemand das Wort Pensionär hört, soll er sich tunlichst taube Ohren anschaffen für das Gejammer von solchen Leuten. Denn: Pensionäre sind reiche Rentner, respektive: Rentner sind Pensionäre zweiter Klasse. Ehemaligen Staatsdienern wird ihre zuweilen bloße Schreibtischtätigkeit sehr gut vergütet. Da bereits Wohlstand als Indikator für eine höhere Lebenserwartung ausgemacht wurde, ergibt sich in der Folge ein perfider Kreislauf. Pensionäre können prima für ihre Gesundheit vorsorgen, sind zudem privatversichert und in diesem Kontext eine Klasse besser behandelt.

Herr Welteke, tun Sie uns bitte den Gefallen und geben Ruhe. Hoffentlich wird das Gericht Ihren Forderungen nicht nachkommen.

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Geschrieben am: 13.11.2006
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2018
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