Jerseyville: Taser-Waffe tötet geistig verwirrten 17-Jährigen

Jerseyville, USA: Ein 17-Jähriger schlendert mit einer Bibel und einem mobilen Haustelefon bewaffnet die Straße entlang. Der junge Roger Holyfield, nicht verwandt oder verschwägert mit dem Schwergewichtsboxer, dem einst Mike Tyson ein Ohr abbiss – er ist, wie Freunde ihn beschreiben, ein wenig geistig verwirrt. Ist er sogar geisteskrank? An diesem Tag schlendert er die South State Street entlang, ausgestattet mit eben jenen beiden Utensilien und schreit nach Jesus.

Zwei Beamte der Jerseyville-Polizei wollen den Jungen beruhigen, dabei eskaliert die Situation. Die Polizisten machen von so genannten Taser-Waffen Gebrauch. Zwei Mal feuert einer der Streifenpolizisten die Waffe ab. Zwei Mal jagen 50.000 Volt Strom durch den Körper des 17-jährigen Holyfield. Im Krankenhaus stirbt er. Eine scheinbar harmlose Situation ist außer Kontrolle geraten.

Der Fall hat eine offenbar bereits vorhandene Diskussion um den Gebrauch solcher lähmenden Waffen verschärft.

Es stirbt ein Unschuldiger. Unklar ist lediglich, ob in diesem Fall fahrlässige Tötung vorliegt. Zwei Beamte scheinen mit einem unbewaffneten 17-Jährigen überfordert gewesen zu sein, dass die Verwendung der Betäubungswaffe als Ausweg helfen sollte.

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Geschrieben am: 22.11.2006
Zuletzt aktualisiert: 19.02.2015
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