Pervers: Gründerszeneblog gratuliert zum StudiVZ-Exit

StudiVZ
StudiVZ - Screenshot

Das Gründerszeneblog hat dem Team des StudiVZ zum „Exit“ gratuliert. Der Verkauf des eigenen Unternehmens wird von den Neoliberalen gefeiert, weil es sich für Entrepreneure so gehört.

„Glückwunsch & vielen Dank an das StudiVZ Team und alle Unterstützer für den gelungenen Exit. Ich freue mich auch über das damit verbundene Mutmach-Signal an die gesamte Unternehmerzunft…“
Gründerszene

So liest man das Gründerszene-Blog heute. Der „Exit“ des StudiVZ wurde für ungefähr 100 Millionen Euro realisiert.

Falsches Signal

Die Glückwünsche sind einerseits nicht ganz uneigennützig formuliert, da einer der Macher des Gründerszeneblogs in StudiVZ investiert war.

Doch darüber hinaus ist es absolut kein positives Signal für die Unternehmerzunft, wenn man das eigene Unternehmen verkauft. Es ist gerade das Ansinnen des Unternehmers, mit seiner Firma möglichst Werte zu schaffen. Es gibt einen Unterschied zwischen Unternehmertum und Entrepreneurship, der aber bei der neoliberalen Gründerszene zu verschwimmen scheint.

Es ist eines, sich und andere für das schnelle Geld zu verkaufen, es ist etwas anderes, ein Unternehmen verantwortungsvoll „selbst“ zu führen und in der Folge Gewinne damit zu erwirtschaften. Das aber konnten die „Gründer“ von StudiVZ um Ehssan Dariani überhaupt nicht beweisen. Sie züchteten vielmehr eine Marketingblase, die sie nun wie das sinkende Schiff zurücklassen.

Niemand hatte bei StudiVZ im Kopf, Leute in Arbeit zu bringen und einer Million Studenten einen Mehrwert zu generieren.

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Geschrieben am: 03.01.2007
Zuletzt aktualisiert: 12.01.2016
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