, den 08.03.2007 (Letztes Update: 04.09.2018)

Glaubt uns doch endlich…!

Facebook
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Wir, das sind zumindest er, und er, und ich. Wir haben dann und wann, bisweilen eben, immer mal wieder darauf hingewiesen, wie “erfolgreich” oder eben “wenig erfolgreich” die Werbeaktionen im StudiVZ sind. Universal und Vertigo sind gerade für teuer Geld dabei, Erfahrungen sammeln zu dürfen, die man anderswo bereits verbrieft bekommt (engl.).

Was ist passiert?! Zeit ist verstrichen, ins Land gegangen. Sonst hat Valleywag eben, wie oben angemerkt, eine Analyse von dem weitaus erfolgreicheren, da teureren (marktwertigeren) Studentennetzwerk aus USA und dessen Medien-Performanz veröffentlicht.

Es gibt eine Ebene, die B2U, dort gibt es den DAU. Umgekehrt gibt es auf der Ebene der U2B den GAU. Doch auf der Ebene der B2B, dort wo das Geld fließt eben, gibt es den “worst case”. Und als solcher stellt sich der große, geklonte Social Network-Bruder aus Amiland offenbar dar. Es ist ernüchternd, wie mir über den Media-Blog gewahr wurde, als Werbekunde mit einem sozialen Netzwerk zusammen zu arbeiten. Für den wirklich, wirklich großen Bruder Facebook, den die Berliner Trias um Dariani ohne Umschweife geklont hatten, ergibt 2006 ein Zynismus an wahrlich fantastisches Zynismus aus Bild was Werbeaktionen angeht.

Offensichtlich kam es im gesamten, vergangenen Jahr zu insgesamt über 11 Millionen Seitenimpressionen beim Facebook-Original (was gewisse, mit Werbung gefüllte Seiten anbetrifft). Eine exorbitante Clickrate von durchschnittlich 0,04% sorgt dafür, dass sich die schiere Quantität vor den Augen der Werbekunden mehr oder weniger in Luft auflöst.

Felix – falls du mitliest G – machen wir das Gedankenexperiment, und versuchen wir, die konsumfreudigen Werte der US-Amerikaner auf den konservativen deutschen Markt von Studierenden zu extrapolieren. Wenn wir uns an die Zahlen der gut 1000 Nutzer (lassen wir es mittlerweile keine 1500 sein) in der Vertigo(/Universal)-Gruppe im Studiverzeichnis erinnern, so schwant uns, dass mehr Sein als Schein in dieser Zahl stecken könnte. Als Werbekunde im Studiverzeichnis müsste einem jedoch jetzt Angst und Bange werden, wenn man mitbekommt, wie immens der Erfolg des Vorbilds sich ausnimmt. Vielleicht tun die Holtzbrinckler schon ein Mal Grillkohle für die nächsten 20 Jahre besorgen, damit zumindest die Sommerfeste gesichert sind. Immerhin muss man jetzt wohlmöglich, da es recht offensichtlich scheint, dass sich binnen zwei Jahren keine der formulierten Zielvereinbarungen so leicht einstellen wird, so etwas wie eine Corporate Identity aufbauen muss. 20 Jahre lang Thüringer Rostbratwürstchen am 1. Juni. Wenn das mal nicht in die Analen eingeht.

Samwers vs. Holtzbrinck: Wenn eine Krähe der anderen…
Zur Aufklärung: Holtzbrinck hat überall die Finger drin

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