LinuxTag 2007: Schäuble wird trotz Lauschangriff Schirmherr

Das Bundesinnenministerium “begleitet” den nächsten LinuxTag. Die Kooperation gibt es nicht erst seit diesem Jahr, doch steht sie nun unter anderen Vorzeichen.

Innenminister Wolfgang Schäuble wird dem LinuxTag als Schirmherr vorstehen, obwohl das Innenministerium erst im April 2007 seinen Vertrag mit Microsoft bis ins Jahr 2010 verlängerte.

Zudem ist fragwürdig, warum Linuxanhänger auf ihren Internetseiten mit einem Banner eine “Schäuble-Stasi 2.0”-Kampagne verbreiten und dann diesen Schritt zulassen. Schäuble wird vor allem aus der Linux-Gemeinde als großer Verfechter des Lauschangriffs gesehen und trotzdem hofiert?

Die Koooperation ist dabei vor allem für den LinuxTag und die Nutzer dahinter keine wirklich gute PR in eigener Sache. Denn die Öffentlichkeit wird sich fragen, wie ernst man die Kritik am Lauschangriff noch nehmen kann.

Nun kann man sagen, dass Schäuble selbst nicht aufgeklärt genug ist, und von den Betreibern des LinuxTag aber eine demokratische Entscheidung gegen die Schirmherrschaft verlangen können. Die Begründung, es sei Tradition (5 Jahre), muss man hinterfragen.

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Geschrieben am: 09.05.2007
Zuletzt aktualisiert: 09.05.2007
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