, den 28.08.2007 (Letztes Update: 08.09.2018)

Owen Wilson mit Selbstmordversuch: Ist das normal?

Einsamkeit
Einsamkeit, Bild: CC0

Schauspieler Owen Wilson hat einen Selbsmordversuch begangen und offenbar versucht sich die Pulsadern aufzuschlitzen. Der geneigte Zuschauer stellt sich die Frage, warum? Wir stellen uns diese Frage auch, und wollen diskutieren, ob Stars normal sind?

Druck

Was ist schon normal? Diese Frage sollte man nicht vergessen zu stellen. Doch wenn man sich Hollywood und das Music-Business „Made in America“ ansieht, stellt man fest, dass dort (wie zum Teil auch andernorts) unheimlich viel Druck auf den Akteuren lastet. Das führt nicht selten dazu, dass diese dem Druck nachgeben und sich in Drogen oder Suizidversuche flüchten.

Immer höhere Gagen, immer mehr Aufmerksamkeit, Paparazzi, usf. – es gibt sie selbstredend auch in Deutschland. Roy Black und Rex Gildo waren zwei Schlagerstars, von denen ich in meiner Kindheit erfuhr, dass der Druck der Bühne sie in den Tod und Suff trieb.

Owen Wison mit Suizidversuch

Nun heißt es, Owen Wilson beging einen Selbstmordversuch. Er spielte an seinen Pulsadern herum.

Das globale Dorf

Erst vor kurzem wurde Lindsay Lohan zum wiederholten Mal in eine Entzugsklinik eingeliefert, nicht die einzige Hollywood-Diva und zu ihr gesellen sich Stars und Sternchen aus anderen Bereichen der Medienbranche. Medien, vor allem diejenigen, die sich Tele-Medien schimpfen lassen können, haben unsere Welt zu einem globalen Dorf zusammenschrumpfen lassen. In einem Dorf, auf dem Land, weiß jeder alles. Eine Kulisse, die sensiblen Gemütern den Garaus macht. Haben wir es in Hollywood und Co. also nur mit lauter sensiblen Gemütern zu tun? Gibt es Stars und Sternchen ohne Skandale und psychische Probleme? Dreht sich die Spirale und werden die Leute die Rekordgagen mit der eigenen Gesundheit bezahlen?

Beim Kramen in meinem Gedächtnis fallen mir spontan Stars ein, die allesamt aus der Normalität in eine Schein-Welt wollten, gestützt von Drogen. Andere wähl(t)en den Weg sich via Suizid aus der Realität zu verabschieden. Britney Spears ist der Mutterrolle nicht gewachsen und gefährdet ihre Mitmenschen über Gebühr. Eigentlich bietet dieses Thema genug Stoff, um eine Serie daraus zu machen, und die Lebensläufe von Stars und Sternchen auf den Prüfstand zu stellen. Eine voyeuristische Aufgabe, irgendwie.

Welche Gemeinsamkeiten haben diese Figuren auf der Bühne dieser Zeit? Ist es wie Grönemeyer 1979 sang? „All diese Clowns hier, mit den Masken vor ihrer Alltagswelt. Ich seh sie, all diese Clowns hier, wie sie hasten, denn es treibt das Geld.“ – Es muss nicht Geld sein, aber Geld bedeutet Reputation, Aufmerksamkeit, Anerkennung. Leiden all diese Stars darunter, einer Erwartungshaltung gerecht werden zu wollen, die eigentlich nie jemand an sie formuliert hat? Jeder kann sich selbst überprüfen. Solch Situationen gibt es zu Genüge. Man will Freunden, Kollegen, Eltern und Geschwistern gerecht werden. Man möchte etwas „erreichen“. Zerbrechen nun die daran, dass sie sich etwas einbilden, vollbringen und leisten zu müssen und dabei aber unter ständiger Beobachtung von Gazetten, Kameras und Blitzlicht-Gewitter stecken?

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