Open Source Press als Sponsor für WordPress-Wettbewerb

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WordPress - Weblogs einrichten und administrieren, Cover

Für den WordPress-Theme-Contest konnten wir Open Source Press als Sponsor gewinnen. Um den jungen Verlag etwas besser vorzustellen, präsentieren wir ein kurzes Interview mit dem Verantwortlichen Ulrich Wolf.

Open Source Press ist ein noch relativ junges Mitglied der Verlagswelt, das besonders im Bereich Web und Open-Source publiziert, wie auch im Interview mit Ulrich Wolf klar wird.

Alexander Trust: Bei Open Source Press ist der Name Programm, oder?

Ulrich Wolf: Auf jeden Fall. Wobei man sich oft nicht darüber im Klaren ist, dass Open Source ja viel mehr ist als Linux. Die gesamte Infrastruktur des Netzes hängt davon ab, wenn man an Nameserver, Mailserver oder Webserver denkt. Und das, was obendrauf getürmt wird, an Webanwendungen, Frameworks etc ist ebenfalls Open Source, zumindest wenn es Chancen haben soll, eine breite Entwickler- und Anwendergemeinde anzuziehen. Open Source ist der natürliche modus operandi des Web.

Alexander Trust: Wie lange gibt es den Verlag bereits?

Ulrich Wolf: Gegründet wurde er im Jahr 2003 von Markus Wirtz, ehemals SuSE-Press, inzwischen sind mit Patricia Jung, Gerlinde Regensburger und mir Leute mit an Bord, die lange im Open Source/Linux-Umfeld gearbeitet haben, zum Beispiel bei SuSE oder Linux New Media.

Alexander Trust: Wohin möchte Open Source Press sich langfristig ausrichten? Möchte man ein Verlag für Spezialthemen bleiben, oder kann man sich eine Ausweitung des Portfolios vorstellen?

Ulrich Wolf: Wir sind und bleiben auf jeden Fall in erster Linie ein IT-Fachbuchverlag. Glücklicherweise spielt bei allen neuen Themen und Trends, die in der IT so auftauchen, Open Source Software früher oder später immer vorn mit. Weblogs sind da nur ein Beispiel, wenn man zum Beispiel an den Siegeszug von WordPress denkt. So gesehen haben wir keine Angst, dass uns die Themen ausgehen.

Allerdings sind wir auch für weniger technische Themen offen, die den Diskurs um quelloffene Software, freie Inhalte und Urheberrecht bereichern. So haben wir die deutsche Ausgabe von “Free” Culture” des Creative-Commons-Gründers und Rechtsprofessors Lawrence Lessig verlegt. Die Übersetzung haben wir
übrigens unter eine CC-Lizenz gestellt.

Alexander Trust: Welche Bedeutung misst Open Source Press den E-Books bei, und wie steht ihr zu “on demand”-Verfahren?

Ulrich Wolf: Wir planen in den nächsten Wochen, eine Auswahl unserer Bücher als personalisierte PDFs anzubieten. Von proprietären E-Book-Formaten und den Leser gängelnden DRM-Verfahren halten wir dabei wenig. Print-on-Demand ist für uns keine Option, wir sehen uns in dieser Hinsicht eher als klassischer Verlag, der auf die Zusammenarbeit mit und die Präsenz im Buchhandel setzt.

Alexander Trust: Vielen Dank an Ulrich Wolf für das Interview.

Wir erhalten vom Open Source Press Verlag dankenswerterweise drei Bücher gestellt. Da ist zunächst Frank Bültges “WordPress. Weblogs einrichten und administrieren”. Da wäre außerdem “Anonym im Netz. Techniken der digitalen Bewegungsfreiheit” von Jens Kubieziel, und Lawrence Lessigs “Freie Kultur. Wesen und Zukunft der Kreativität”.

Geschrieben von:
Geschrieben am: 18.01.2008
Zuletzt aktualisiert: 04.01.2016
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