, den 18.03.2008 (Letztes Update: 22.09.2018)

Mac: Design, Multimedia… Emulatoren?! (1)

MacBook
MacBook demnächst mit ARM-Prozessor? (Bild: CC0)

Wir schreiben das Jahr 2008. Die Videospielgeschichte schreitet voran und es gibt eigentlich kein System, dass in Zeiten von Virtualisierungssoftware nicht prächtig emuliert wird. Apfel-Nutzer gelten gemeinhin als besonders kreativ und kompetent im Umgang mit ihren Maschinen. Davon zu spüren ist in manchen Bereichen allerdings weniger.

Im Bereich der Office-Anwendungen ermangelt es dem Mac einer Konkurrenz zu Quicken und Co. – ein Glück, dass die Firma Intuit selbst eine Portierung ihrer Finanzverwaltung für den Mac angekündigt hat. Baustellen und Macintosh, das ist, obwohl viele davon reden, dass der Mac zum Mainstream verkommt, trotzdem noch an der Tagesordnung. Vielleicht ist es ja wie mit einer Großstadt, wo viel gefahren wird, können nicht alle Löcher in den Straßen gestopft werden. Es gab Betriebssysteme, die gibt es heute nicht mehr. Zumindest sind sie nicht mehr im Einsatz. Allerdings gab es auf diesen Betriebssystemen genügend Emulatoren für die aberwitzigsten Konsolen.

Emulator am Mac

Die Playstation von Sony wird, da das Gerät schon in der dritten Generation verkauft wird, mittlerweile für einen Apfel und ein Ei angeboten. Backups von Spielen für die PS1 oder PSX, wie man sie nennt, gibt es im Netz zuhauf, und im Elektronikmarkt werden einem die Games hinterher geschmissen. Ältere Konsolengenerationen (auch die ganz alten) haben auf vielen Computer- und Videospielsystemen ihr Revival gefeiert. Woran das liegt? An Emulatoren – Software, die vorgaukelt, eine Konsole (oder ein Computer) zu sein. Für Konsolen von Nintendo, Sega und Sony, aber auch viele andere gibt es Emulatoren wie Sand am Meer. Mitunter gibt es nicht mal mehr Kiesel sondern feinen Sandstrand zu besichtigen, wenn selbst auf Handhelds oder Palmtops die Konsolenspiele von Damals ein renoviertes zu Hause finden.

Der Mac und die Playstation One allerdings scheinen keine guten Freunde geworden zu sein. Die Emulatoren, die es für den Macintosh gibt sind allesamt nicht mehr weiterentwickelt worden, und das schon seit einer – für Computerverhältnisse – ziemlich langen Zeit. Mac PCSX hat auf der Webseite die letzten Neuigkeiten aus dem Jahr 2005 dort stehen. PSMac wurde zuletzt im Sommer 1999 erneuert und da unter OS X mittlerweile die Classic-Umgebung nicht mehr unterstützt wird, ist der Emulator auf modernen Apple-Systemen nicht zu gebrauchen. The PI hat nicht mal mehr eine eigene Homepage, wir wissen nur so viel, dass die Fortentwicklung eingestellt wurde. Auch die Virtual Game Station, obgleich ein kommerzielles Produkt, wurde eingestampft. Zudem ist auch diese Software unter OS X nicht lauffähig. Dann gibt es noch Flarestorm, einen PSX-Emulator, der zwar auch unter OS X läuft, dem man aber, zumindest was Informationen über ihn angeht, kaum habhaft wird. Wenn man im Web nach ihm sucht, führen viele Links ins Leere, und die Seite des ursprünglichen Programmierers ist in japanischen Schriftzeichen für mich und wahrscheinlich viele von uns nicht lesbar. Wir tappen also im Dunkeln.

Schade eigentlich, wo doch angeblich die Apple-Welt so kreativ und bunt zu sein behauptet. PCSX ist auf meinem Macbook jedenfalls bislang nicht wirklich erfolgreich damit, irgendwelche alten Playstationspiele zu emulieren. Mag an der Art und Weise der Backups liegen, kann auch daran scheitern, dass ich legalerweise keine BIOS-Datei für eine Playstation One erwerben kann, oder an sonst irgendwelchen Gründen. Falls jemand vielversprechende Alternativen noch in der Hinterhand hat, möge er bitte jetzt sprechen.

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