Niedersachsens Kultusminister gleichzeitig Copy-Minister?

Nach den beiden groß in den Medien breitgetretenen Fällen von Plagiaten und abgeschriebenem, fremdem Gedankengut in Doktorarbeiten (Frau Ex-FDP-Vorsitzende Koch-Mehrin und Herr Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg), scheint sich der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) in die Riege der Copy-Politiker einzureihen.

Wie die Zeit berichtet, soll der Herr Kultusminister (der mit dem Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK) auch noch dem obersten Bildungsgremium Deutschlands vorsitzt) gegen die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens verstoßen, und sich auf 88 von 114 verfassten Seiten fremden geistigen Eigentums bedient haben – wohlgemerkt sind bislang nur Einleitung, Schlussteil und zwei Hauptkapitel der Arbeit einer näheren Prüfung unterzogen worden.

Prüfung steht an

Es soll geprüft werden, ob Bernd Althusmann bewusst abgeschrieben hat, ohne die Zitate und Textstellen als fremdes geistiges Eigentum kenntlich zu machen. Die Universität Potsdam soll die Vorwürfe prüfen – hier hatte Althusmann 2007 seine Doktorarbeit zum Thema „Prozessorganisation und Prozesskooperation in der öffentlichen Verwaltung – Folgen für die Personalentwicklung“ eingereicht. Althusmann selbst ist sich keiner Schuld bewusst, er habe seine Dissertation „nach bestem Wissen“ angefertigt. Um den Fall aufzuklären, will er mit der Hochschule zusammenarbeiten. Die Universität Potsdam hat bereits reagiert – sie will in Zukunft eine Software zur Plagiatsprüfung einsetzen.

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Geschrieben am: 07.07.2011
Zuletzt aktualisiert: 13.01.2016
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