, den 17.05.2012 (Letztes Update: 18.05.2018)

Forbes: Steve Ballmer muss weg

Steve Ballmer, Foto: Microsoft Sweden
Steve Ballmer, Foto: Microsoft Sweden

Wird Steve Ballmer gekündigt? Das Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlicht ein Ranking, in dem der Microsoft-Chef nicht gut wegkommt. Ballmer ist seit 2000 CEO des Softwareunternehmens. Seitdem habe er den Konzern vom Weg abgebracht. Der Unternehmenswert sei dank falscher Entscheidungen genauso in Gefahr wie viele Arbeitsplätze.

Ballmer und Gates kennen sich von der Uni

Ballmer kennt Microsoft-Gründer Gates von der Elite-Uni Harvard. Der Wert der Microsoft-Aktie lag bei 60 US-Dollar, als der Manager den Chefposten bei Microsoft im Jahr 2000 antrat. Zwei Jahre später sank er sogar auf 20 US-Dollar. Momentan kostet ein Anteilsschein 30 US-Dollar. Ballmer hat den Unternehmenswert in seiner Zeit also halbiert.

Neuerungen schob Ballmer immer wieder auf die lange Bank. Als MS vermeintliche „Innovationen“ präsentierte, seien die  bereits veraltet gewesen. Die Produktion von Windows Vista sei viel zu teuer gewesen. Windows 7 und Office 2010 konnten darüber hinaus nicht einmal Fans begeistern. In der Folge eroberte Apple langsam aber stetig den Markt.

Microsoft reagiert nicht auf Trends

2011 stampfte Microsoft den Zune ein. Der Versuch scheiterte, mit einem MP3-Player am Markt anzukommen. Windows CE hingegen wird vom Unternehmen stiefmütterlich behandelt. Das Betriebssystem ist unter anderem für Smartphones und Tablets vorgesehen. Der Konzern vernachlässigt dieses Segment fahrlässig, urteilt Forbes.

Microsoft sei noch immer das PC-Unternehmen von vor 12 Jahren. Steve Ballmer hat die Erneuerung nicht geschafft. Die Entwicklung im „Mobile“-Markt findet ohne die Firma aus Redmond statt. Mit der Entwicklung von Windows 8 habe man viel zu spät begonnen. Der Vorwurf lautet: Ballmer orientiere sich nicht an den Trends. Der CEO verkenne die Schnelllebigkeit der Technologien. Er passt das Unternehmen nicht adäquat an die stetigen Neuerungen auf dem Markt an.

Weitere Geschäftsführer im Kreuzfeuer

Doch Forbes nimmt nicht nur Steve Ballmer ins Visier. Der Microsoft-Chef  thront zwar auf Platz 1 einer Top-5-Liste. Doch hinter ihm reihen sich Geschäftsführer und Vorstände bekannter Unternehmen ein. Edward Lampert von Sears Holdings rangiert auf Platz 2. Mike Duke von WalMart landet auf Rang 3. Jeffrey Immelt von General Electric führt das Magazin auf Platz 4 auf. Zuletzt packt es John Chambers von Cisco Systems auf den fünften Rang.

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