Journalistin Kiyak bezeichnet Thilo Sarrazin als “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur”

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Die unter anderem für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau schreibende Journalistin Mely Kiyak (35) hat eine wüste Tirade gegen den Autoren und ehemaligen Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin losgetreten. In ihrer Kolumne “Liebe Wissensgesellschaft” denunzierte sie Sarrazin mit den Worten “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur”.

Nach eigenen Angaben hat die Journalistin nicht gewusst, dass Sarrazins rechte Gesichtshälfte aufgrund einer Tumor-OP teilweise gelähmt ist.

“Organisierte Beschwerdewelle” auf Kiyaks Kommentar?

Vor kurzem ließ Kiyak über die beiden Zeitungen verbreiten, dass sie nicht gewusst habe, dass Sarrazin Folgen der Krebs-OP davongetragen hat. Im selben Atemzug moniert sie jedoch, die in ihren Augen “gesteuerte und organisierte Beschwerdewelle” auf ihren Artikel und ihre despektierliche Aussage über den früheren Berliner SPD-Finanzsenator

“Wenn ich den physiologischen Hintergrund gekannt hätte, hätte ich das Bild nicht gewählt. Ich bedauere das sehr!”
Mely Kiyak

Für Sarrazin selber sind solche Beleidigungen ein deutliches Zeichen dafür, dass man keine Argumente vorbringen kann. Er selbst sei gespannt darauf, wie die Berliner Zeitung mit der Aussage einer seiner Journalisten umgehen wird, erklärt er der BILD.

“Wer keine Argumente hat, versucht sich in Tiefschlägen. Ich bin gespannt, ob sich die Chefredaktion der ‘Berliner Zeitung’ zu dem Vorgang äußert.”
Thilo Sarrazin

Das Satiremagazin Titanic findet andere Worte als Kiyak, die allerdings in die gleiche Richtung tendieren. Dort hat man die wichtigsten Thesen Sarrazins kurz und knapp zum Nachlesen zusammengefasst.

Kiyak beleidigt “flachgewichsten Leser”

Auch mit ihren eigenen Lesern geht die 35-Jährige nicht gerade zimperlich um. Einen Leserbrief kommentierte sie mit den Worten:

“(…) Und auch sonst schreiben Sie so dämliche Grütze, dass man es kaum fassen kann. Als Zeitung schämen wir uns in Grund und Boden, solch einen flachgewichsten Leser wie Sie zu haben!”
Mely Kiyak

Feindbild Kiyak?

Wenn man im Netz ein wenig recherchiert, stößt man gleich auf eine negative Verbindung zwischen der Journalistin und den Betreibern und Fans des Blogs Politically Incorrect, in dem meist rechtspopulistische und konservative Thesen vertreten werden. Kiyak scheint bei den Lesern und Fans des Portals nicht gut gelitten. Die Berliner Zeitung veröffentlichte im September letzten Jahres bereits eine “Recherche in eigener Sache“. Sie dürfte mit ihrer unreflektierten Aussage über Sarrazin ihr selbst und der Sache einen Bärendienst erwiesen haben und zugleich ihre virtuellen Kritiker aufgescheucht haben.

Neues Buch Sarrazins sorgt für Empörung

Thilo Sarrazin hat erst kürzlich sein neues Buch auf den Markt gebracht, das bereits im Vorfeld für Kritik und Empörung gesorgt hat. In “Europa braucht den Euro nicht – Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat” vergleicht der 67-Jährige die gemeinsame europäische Währung unter anderem mit dem Holocaust, was nicht nur den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Reinhold Robbe wütend machte.

Vor kurzem war Sarrazin bei Günther Jauch zu Gast – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wirft dem ehemaligen Bundesbank-Vorstand “verachtenswertes Kalkül” vor (wir berichteten).

Update: Nun hat auch der BILDblog das Thema aufgenommen und die Hintergründe für Kiyaks Situation erläutert.

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Geschrieben am: 26.05.2012
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2018
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