Talisa Tremor, den 27.05.2012 (Letztes Update: 09.09.2018)

ESC 2012: Schweden gewinnt mit Loreen und Euphoria – Roman Lob auf Platz 8

Musik
Musik, Bild: CC0

Gestern Nacht fand der Eurovision Song Contest (ESC) in Baku mit der schwedischen Sängerin Loreen einen neuen Titelträger und einen neuen Austragungsort für das kommende Jahr. Die bereits im Vorfeld als Favoritin gehandelte schwedische Sängerin konnte sich gegen die backendenden Omis aus Russland durchsetzen.

18 der 42 stimmberechtigten Länder bewerteten den Auftritt der Tochter marokkanischer Einwanderer, die 1983 als Lorine Zineb Noka Talhaoui in Stockholm zur Welt kam, mit der Höchstwertung von 12 Punkten. Der deutsche Beitrag “Standing Still” von und mit Roman Lob landete in der Gesamtwertung auf einem achten Platz.

Siegerin traf sich mit Oppositionellen und Menschenrechtsgruppen

Die 28-Jährige wollte bereits im vergangenen Jahr am ESC teilnehmen, scheiterte jedoch im Vorentscheid und musste Sänger Eric Saade den Vortritt lassen. Fast hätte sich die schwedische Teilnehmerin Loreen allerdings im Vorfeld des diesjährigen ESC selbst ins Abseits in Aserbaidschans Hauptstadt geschossen, als bekannt wurde, dass sie sich mit Oppositionellen und Menschenrechtsgruppen in Baku getroffen haben soll. Da die schwedische ESC-Truppe nachweisen konnte, dass sie dies als Privatperson und nicht als Vertreterin Schwedens getan hat, wurde der “Vorfall” von den aserbaidschanischen Ausrichtern nicht weiter verfolgt, oder gar Protest vor der European Broadcasting Union EBU eingelegt.

Anke Engelke Live-Kritik während Punktevergabe

Für Diskussion sorgt indes Anke Engelkes Präsentation der deutschen Punktevergabe:

“Es ist gut, abstimmen zu können und gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf dem weiteren Weg, Aserbaidschan. Europa wird dich dabei beobachten.”
Anke Engelke

Der Stern würdigt Engelkes Mut, eine politische Aussage in ihre Punkte-Anmoderation einzubauen, sie sei eine “Heldin von Baku”, sie habe “verhindert”, dass der Eurovision Song Contest zu einer bloßen “Jubelveranstaltung des autoritären Regimes in Aserbaidschan” wurde.

Unterdessen gab es im Twitter-Stream kurz nach der Sendung auch auf Twitter einen Berliner “Unternehmer” (@HarryakaVu), der den Deutschen vorwarf Nazis zu sein, weil sie sich über Roman Lob freuten.

Engelbert enttäuscht

Wenig Grund zur Freude gab es indes bei den Briten. Sie landeten in der Finalrunde auf dem vorletzten Platz mit ihrem Vertreter Engelbert Humperdinck, der in Deutschland vor allem in den 1960ern und dann in den späten 1980ern einige hintere Chartplatzierungen landen konnte.

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