Otto Normal, den 28.08.2012 (Letztes Update: 28.08.2012)

Wer hätte das gedacht? iPhone 4S Materialkosten-Analyse

Ohne Titel1
Quelle, alle rechte Roman Höfer

Wer ein iPhone 4S in der Hand hält, kann sich vorstellen, dass es ein sehr wertiges Produkt ist. Es fühlt sich gut an und glänzt an allen (abgerundeten) Ecken, Kanten und Oberflächen. Apple bietet sein Smartphone für €629,- an, also wird es auch schon einiges in der Fertigung kosten. Das denkt man zumindest. Der Film von „Roman Höfer“ zeigt jetzt die wirklichen und reinen Materialkosten des iPhone 4 S auf. Der Film ist eine schöne und sehr informative Animation. Wir vom ApfelMagazine haben diesen Clip zusätzlich in übersichtliche Stufen für Euch zum Nachlesen unterteilt.

Quelle, alle Rechte: Roman Höfer

  • Das iPhone 4S in den Farben Schwarz oder Weiß kostet bei Apple in seiner günstigsten Ausführung zurzeit € 629,-. Das ist wie schon damals, bei der Einführung ein stolzer Preis. Dafür erwartet der Kunde qualitative und hochpreisige Materialien.
  • Das teuerste Teil innerhalb der iPhone-Materialkosten stellt für Apple das Display mit Retina und 960 x 640 Pixel Auflösung dar. Es kostet €18,-. „Wow“ so viel Brillanz für so wenig Geld!
  • Der 16 GB Speicher ist in der Reihenfolge das zweitteuerste Bauteil und wird mit €15,- veranschlagt.

Quelle, alle Rechte: Roman Höfer

  • Für die doch sehr hochwertigen Fotos sorgt eine Kamera, die bei der Produktvorstellung sogar einzeln von Apple beworben wurde. Wer würde da denken, dass diese gerade einmal €13,- kostet.
  • Noch günstiger ist der Preis des Dual Core-Prozessor A-5 Chip, welcher das iPhone antreibt. Dieser Chip kostet bei der Materialbeschaffung €12,-
  • Über dem Display ist noch ein Touchscreen verbaut, also das Frontglas. Dieses wird mit €11,- berechnet.

Quelle, alle Rechte: Roman Höfer

  • Selbst der Akku zählt noch zu den teureren Einzelteilen, die im iPhone 4S verbaut sind. Die Batterie kostet € 5,-.
  • Das macht für diese einzelnen, beschriebenen Teile einen Betrag von rund € 74,-. Die restlichen Bauteile berechnen sich auf einen Betrag von € 81,-. Dies ergibt einen reinen Materialwert von € 155,-. Die Differenz beträgt € 474,- Euro.

Das ist doch eine wirklich erstaunliche Differenz zwischen Einkauf und Verkauf oder? Die Applegegner werden jetzt vielleicht aufspringen und sich ihrer Haltung bestätigt sehen. Wir Apple Freunde gucken, derweil etwas belämmert aus der Wäsche. Haben aber eigentlich keinen Grund dafür, da es sich bei diesem Betrag ja nur um das reine Material handelt. Die Forschungskosten, Lohnkosten, Marketing- und Werbungskosten sowie weitere Unternehmenskosten machen natürlich den Löwenanteil der Gesamtsumme im Verkaufspreis aus. Im Zuge des Apple – Samsung Prozesses hatte der Marketing-Chef Phil Schiller die Summe der Werbungskosten für iPhone und iPad seit 2007 bekannt gegeben (Quelle: spiegel.de). Dabei handelt es sich um einen Betrag von über 1 Milliarde US Dollar. Das erklärt sich dann auch in den Verkaufspreisen der Appleprodukte.

Link zum iPhone Clip von Roman Höfer: http://vimeo.com/48286053#

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