Otto Normal, den 09.10.2012 (Letztes Update: 09.10.2012)

Leserwunsch: Steht uns die neue iMac Generation kurz bevor?

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Egal ob iPhone, iPod oder iPad, was haben diese iOS Geräte alle gemeinsam? Die Rede ist natürlich vom Display. Retina! Das hochauflösende und farbbrillante Display. Sogar das letzte MacBook Pro Update zeigte sich mit dieser Neuerung. Nur ein Computer fehlt in dieser Technologie bis heute und das ist der iMac.

Auch wenn in letzter Zeit die IOS Geräte für Furore gesorgt haben, die Rufe nach dem ultimativen “All in One“ werden lauter. Es scheint als müssten wir iMac Liebhaber uns ganz hinten in der Schlange anstellen und warten…und warten. Mal ehrlich, was glaubt Ihr, wann gab es das letzte iMac Update? Muss schon Jahre her sein oder? Das war zumindest meine Vermutung. Jetzt habe ich mir zur Vorarbeit zu diesem Leserwunsch-Artikel das kostenlose Programm MacTracker (nur so nebenbei – Vorstellung letzter FreiAPPtag) angeschaut. Ergebnis: iMac 21,5 Zoll Late 2011 – August 2011. Was? Nur etwas mehr als ein knappes Jahr? Kann doch nicht sein. Auch bei dem 27-Zoll-Modell reicht die Historie gerade einmal bis zum May 2011. Gut hierbei handelt es sich wohl um die Gerätepflege mit geringfügigen Updates, aber um keinen neue iMac-Generation.

Wie sieht es also aus mit einem neuen iMac. Nach Angaben des US-Nachrichtensenders und eines Insiders (diese Gerüchte sind doch immer wieder spannend) steht eine Veröffentlichung kurz bevor. Die Meldung ist genau einen Monat her und es ist dort die Rede, dass sogar eine parallele Preview mit dem iPad mini – absolut möglich wäre. Unseren letzten Informationen zur Folge könnte es dann Morgen eine dafür entscheidende Information von Apple geben. Zum 10. Oktober sollen nämlich die Einladungen für die nächste Vorstellung rausgehen (nichts genaues weiß ma nicht). Also – Ohren spitzen, Augen aufhalten und schön ApfelMagazine Online lesen.

Wir, die wir so lange (gefühlte Jahre) auf einen neuen iMac warten, wissen ja schon in etwa was der iMac alles in sich vereinen wird. Dann wollen wir mal unseren Kenntnisstand in die Runde werfen oder?

Retina Display bei iMac? Die Pixel sind mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar.

Retina-Display für iMac?

Warum bleibt den “All in One Computer Nutzern“ dieses Highlight eigentlich so lange verwehrt? Warum hat sich Apple in der letzten Zeit so auf den mobilen Sektor konzentriert und Apples Neuzeit-Klassiker auf Stand-By geschaltet? Die Gründe hierfür dürften alleine der Anfrage und den Geschäftszahlen dieses Marktes geschuldet sein. Der iPhone und iPad – Bereich wächst weiter und ist scheinbar immer noch nicht satt. Der Apple-Zwitter (Pardon für diesen Ausdruck), das MacBook greift in beide Segmente ein. Kann ja sowohl mobil als auch stationär genutzt werden. Das MacBook besitzt wie wir alle wissen seit einigen Monaten auch dieses fantastische Retina Display. Es könnte aber auch daran liegen, dass der iMac – gemeinsam mit dem Cinema Display die größten Bildschirmmaße mit 27 Zoll vorweist. Vielleicht ist dies auch das Kernproblem. Solch ein Display in dieser Größe noch so zu realisieren, dass die Kundschaft auch noch bereit ist, einen Betrag “X“ mehr auszugeben. Wenn dieser Punkt also zu einem Hauptargument zählt, dürfen wir sehr, sehr gespannt sein, was uns mit diesem tollen Bildschirm erwartet. Hier noch mal der Vergleich zu herkömmlichen Auflösungen:

MacBook Pro Retina 15,4 Zoll: 2880 x 1800 Pixel = Über 5 Millionen Pixel
MacBook Pro Modell: Mid 2012 15,4 Zoll: 1680 x 1050 Pixel = Knapp unter 2 Mio. Pixel

Wer das Modellangebot des MacBook Pro Retina kennt, weiß, dass es nur ein 15,4 Zoll Modell gibt. Parallel dazu gibt es ein 13 und ein 15 Zoll mit herkömmlichen HD-Display. Das könnte bedeuten: Dass wir einen wirklichen Hammer erwarten dürfen und Apple sich mit einem neuen iMac deswegen so lange Zeit gelassen hat – quasi: das Beste zum Schluss. Oder aber Apple bekommt es nicht realisiert für die vergleichsweise großen Displays: 21,5 und 27 Zoll des iMacs mit Retina auszustatten – dass ist die wahrscheinlichste Möglichkeit. Durchaus realistisch ist auch noch eine 3. Variante, die da wäre: Das 21,5 Modell erhält Retina und der 27 Zoll Monitor beleibt vorerst auf HD-Auflösung. Wollen wir uns darauf vorbereiten? Kommen wir zum nächsten Punkt.

Design

Iphone 5 und das neue iPad haben mit den letzten Releases eine Produkteinführung mit Verbesserungen und “kleinen“ Neuentwicklungen gezeigt. Mit Sensationen im eigentlichen Sinn war zuletzt kaum noch zu rechnen es ist aber noch flacher geworden. Etwas anders sieht es ja bei den Macs aus. Das aktuelle MacBook pro hat sich fast schon grundlegend verändert. Das Material aus Aluminium und Glas ist gleich geblieben. Die Gerätetiefe allerdings ist wie bei den iOS Geräten deutlich flacher geworden. Das liegt hauptsächlich an der Veränderung der inneren Komponenten. Allen voran die Speichereinheit.

Speicher-Technologie

Aus der herkömmlichen Festplatte ist im MacBook Pro ein Flash Speicher geworden. Ab Werk mit den folgenden Kapazitäten: 256, 512 und 768 GB Speicher. Diese Veränderung wird der iMac wohl ziemlich sicher auch vorweisen. Vorteile der Speichereinheiten sind: schnellere Zugriffs/Lese/Schreib-Geschwindigkeit, leiseres Betriebsgeräusch, geringere Hitzeentwicklung und natürlich die Bauteilmaße. Nachteile hingegen sind: vergleichsweise niedrige Speicherkapazität aktuell bis nur 768 GB, teurere Produktkosten gegenüber der herkömmlichen Speicherlaufwerke.

IVY Bridge Prozessoren

Das sind die Apple Angaben zu den aktuellen iMac Prozessoren. Auch in diesem Bereich soll es ein Update geben.

Laufwerke und Anschlüsse

Viele Mac Nutzer beklagen schon seit einiger Zeit, dass Apple erst vor Kurzem (neue MacBook Pro Generation) angefangen hat, die USB-3 Technologie zu unterstützen. Dieses Geschwindigkeitsupdate zu Peripheriegeräten soll nun auch für den iMac kommen. Selbiges gilt auch für einen HDMI Anschluss der neben den aktuellen Thunderboltports die neuesten Technologien aufgreift.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Designprozess wird wohl der Verzicht auf ein optisches Laufwerk CD/DVD-ROM sein. Mac Mini, MacBook Air und MAcBook Pro haben es vorgemacht. Der iMac wird wohl nachziehen und sich dadurch von einem Teil seiner “All in One“ Charakteristik verabschieden. Ein externes Laufwerk gibt es bereits zu erwerben, dieses ist aber ein separates Gerät und führt sicher über kurze oder lange Zeit weg von dem Medienträger CD/DVD. Für mich persönlich eine etwas wehmütige Entwicklung, denn gegenüber virtuellem Speicher wie iCloud bin ich aus verschiedenen Gründen eher abgeneigt.

Rest der Mac Familie

Extrem kompaktes Design und sehr aufgeräumt unter der Haube. Platzoptimierung beim Mac Mini kaum vorstellnbar. Quelle: Apple Inc.

Aus der Historie der Mac Veröffentlichungen lässt sich ebenfalls ableiten, das der Mac Mini ebenfalls sein Produktupdate erhalten wird. Wie schon das MacBook pro ist wohl davon auszugehen, dass der Kleinste unter den Desktop-Rechnern identische bzw. angepasste Updates erhalten wird. Das betrifft die Speicherlaufwerke und den Wandel zu den SSD (Solid-State- Drive). Auch die Anschlüsse werden nachziehen. Spannend wird in jedem Fall der Preis für den Mac Mini, welcher ja als günstigster unter den Macs gilt, da er auf ein eigenes Display verzichtet.

Ein Traum von einem konfigurier- und aufrüstbaren Computer. Der Mac Pro. Quelle: Apple Inc.

Etwas weniger rosig dürfte vielleicht die Zukunft für den Mac Pro Aussehen. Obwohl die letzte Neuveröffentlichung erst dieses Jahr stattgefunden hat, kann es sein, dass Apple diese Version einstellen wird. Aus Produktionsgründen hat Apple bereits in der Vergangenheit an dieser Schraube gedreht und das weiße und schwarze MacBook Unibody durch das MacBook Pro ersetzt. Ein weiterer Aspekt sind die zuletzt veröffentlichten Softwareversionen zu dem professionellen Videoschnittprogramm: Final Cut. Die Neufassung hat sich an die Performanceleistungen von iMac und Macbook Pro angepasst und ist daher als Weg weg von den Arbeitsgeräten Mac Pro zu deuten.

Zusammenfassung:

  • Die neue Generation der iMacs wird sehr wahrscheinlich sehr viel flacher werden. Dafür sprechen neue Festplatten (SSD) und der Wegfall des optischen CD/DVD Laufwerk.
  • Retina Display: eher weniger. Die Produktion dieser Displays dürfte für diese Maße noch zu aufwendig und daher auch zu teuer sein. eine höhere Auflösung ist aber möglich
  • Neue IVY Bridge Prozessoren
  • Update auf USB 3.0
  • zusätzlicher HDMI Anschluss für externe Geräte

Persönliches Fazit:

Für mich persönlich ist eine neue iMac Generation spannender als das neue iPhone und iPad. Das liegt ganz einfach an der Nutzung. Mit meinem Mac, schreibe ich Artikel, bearbeite Fotos und realisiere Artikellayout und Design. Ich nutze die herausragenden Audioaufnahmefunktionen und spiele ab und an ganz gerne Games. Für mich ist der iMac also das perfekte All in One Arbeitsgerät. Momentan nutze ich zwar ein MacBook Pro, welches auch seine Vorteile hat aber nicht an einen iMac heranreicht. Ein Neues Retina Display wäre zwar fantastisch, aufgrund der zu erwartenden Kostenexplosion aber für mich nicht zwingend notwendig. Auf einen Geschwindigkeitszuwachs der neuen Festplatten würde ich mich freuen, die noch ausbaufähigen Kapazitäten trüben aber ein wenig die Vorfreude. Was die Anschlüsse angeht, ist USB 3 längst überfällig und eher ein muss als ein „nice to have“. Ein wenig traurig aber wohl unumgänglich ist der langsame Abschied der Medienträger CD/DVD Rom. Auch wenn es ein separates Laufwerk über USB 3 geben wird, verschwimmt die Bedeutung des „Alles in Einem Computer“ doch auffällig.

Mal sehen, ob es schon in wenigen Tagen so weit sein wird oder wir uns noch weiter gedulden müssen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was da hoffentlich bald auf uns zukommen wird. Wie der neue iMac aussehen wird, wie dieser arbeitet und aus welchen Materialien den Apple Desktop Rechner bestehen wird.

Dieser Artikel wurde sich von unseren Lesern: Dirk Anderl, Olli Wah, Stefan Paulus und auch ein wenig von Stefan Paulsen (Mac Mini Part) gewünscht.

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