Otto Normal, den 24.10.2012 (Letztes Update: 24.10.2012)

Keynote Nachbesprechung – iPad + mini und neue Macs

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Inzwischen sind ein paar Stunden vergangen und auch diese Keynote hat einiges an Überraschungen für Apple Fans geboten. Die Präsentation in einer fantastischen Location (California Theatre – San Jose, USA) hat einiges vorgestellt was wir jetzt nachbetrachten wollen.

Pünktlich um 19 Uhr betrat Tim Cook die Bühne des farblich sehr gelungenen ausgeleuchteten Theaters. Die folgenden knapp 1,5 Stunden waren wieder einmal eine perfekte Produktinszenierung. Dabei ging es wirklich Schlag auf Schlag. Kurze Produktvideos teilten die einzelnen Vorstellungshighlights. Den Anfang machte die obligatorische Zahlendarstellung über Verkäufe, Apps-Downloads, Zuwachs und Prognosen. Schon jetzt wurde sehr oft das Wort iPad genutzt.

MacBook Pro 13-Zoll mit Retina Display

Der erste Vorhang gehörte dann aber einem Mac. Das MacBook Pro 13 Zoll mit Retina Bildschirm. Die Daten lesen sich ähnlich wie dem bereits erhältlichen 15 Zoll MacBook Pro Retina. Ultraflaches Gehäuse – 1,9 cm Dick und 1,62 kg sind die prägnanten Daten, es ist damit um 20 Prozent dünner und auch fast ein halbes Kilogramm leichter im Vergleich zum bisherigen Display. Mit einem Flashspeicher ausgestattet, ist die Datenverarbeitung und Abfrage bis zu 4-mal schneller als mit den herkömmlichen HDD Festplatten. Die Auflösung des Retina Displays ist doppelt so hoch wie die eines HD-TV-Gerätes. Das IPS-Panel besitzt einen Betrachtungswinkel von 178 Grad liefert 75 Prozent weniger Reflexionen als die aktuelle MacBook Pro Generation. De Kontrast ist um 29 höher.

Das 13-Zoll MacBook Pro mit Retina Display ist mit 2,5 GHz Intel Core i5 Prozessoren ausgestattet. Zusätzlich ist es i7 Prozessoren auf 2,9 GHz aufrüstbar. Standardmäßig sind 8GB Arbeitsspeicher eingebaut. Als Flashspeicher ist ein Einsatz von bis zu 768 GB möglich. Als Anschlüsse gibt es zwei mal Thunderbolt sowie zwei Mal USB 3 sowie ein neuer HDMI Port. Bluetooth 4.0 und nWi-Fi zur kabellosen Kommunikation sind aktueller Standard. Die Akkubetriebszeit wurde nach Apple Angaben bis auf 7 Stunden Produktivität gemessen. Auf ein optisches Laufwerk wurde erwartungsgemäß verzichtet.

Das 13-Zoll MacBook Pro mit Retina Display ist mit 2,5 GHz Intel Core i5 Prozessoren mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,1 GHz, 8-GB-RAM und 128GB Flash-Speicher für 1.749 Euro inkl. MwSt. (1.469,75 Euro exkl. MwSt.) erhältlich; mit 256GB Flash-Speicher kostet es ab 2.049 Euro inkl. MwSt. (1.721,85 Euro exkl. MwSt.).

Im nächsten Stepp wurde auf den Text der Einladung hingewiesen. Folgerichtig sollte also etwas “Kleines“ präsentiert werden. Die nächsten Minuten gehörten dann dem neuen Mac mini.

Neue Mac mini Modelle

Als Modelle gibt es zum einen den Mac mini mit 25, Dual-Core Intel Core i5 Prozessor, 4 GB Arbeitsspeicher und 500 GB Festplatte. Eine weitere Version ist mit 2,3 HGZ Quad-Core Intel Core i7 Prozessoren, 4 GB Arbeitsspeicher und einer 1 TB-Festplatte ausgestattet. Beide Versionen sind mit 4-mal USB-Anschlüssen sowie Thunderbolt-, HDMI-, SDXC-, Ethernet und FireWire 800-Anschlüssen. Das aus Aluminium gefertigte gehäuse bietet keinen Einschub für ein optisches Laufwerk. Die Arbeitsspeicherkapazität wird bis auf 16 GB unterstützt. Eine dritte OSX Server Variante wird ebenfalls angeboten und hat zwei 1 TB-Festplatten. Die Preise für die ab sofort erhältlichen Mac mini belaufen sich wie folgt:

  •  2,5 GHz Dual-Core Intel Core i5 mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,1 GHz, 4GB Arbeitsspeicher und einer 500GB Festplatte ist für 629 Euro inkl. MwSt.
  • 2,3 GHz Quad-Core Intel Core i7 mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,3 GHz, 4GB Arbeitsspeicher und einer 1TB Festplatte kostet 829 Euro inkl. MwSt
  • 2,3 GHz Quad-Core Intel Core i7 mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten bis zu 3,3 GHz, OS X Server, 4GB Arbeitsspeicher und zwei 1TB Festplatten ist für 1.029 Euro inkl. MwSt.

Bislang verlief die Keynote entsprechend der Erwartungen und brachte nicht wirklich viel Überraschendes. Das es ein MacBook mit 13-Zoll und Retina Display vorgestellt werden würde war fast als sicher anzunehmen, ebenfalls eine Updates des Mac mini. Eine neue Generation für den iMac war ebenso längst überfällig, alleine die Erwartungen waren im Vorfeld doch sehr ungewiss und unbestimmt. Als Phil Schiller dann die Worte betreffend eines neuen iMac sprach war die Überraschung des Abends voll auf gelungen. Das anwesende Publikum applaudierte zu den beeindruckenden Bildern des neuen All in One Computers von Apple. Der Marketingchef von Apple lies es sich nicht nehmen im Vorfeld über die Historie der iMac Computer zu sprechen. Über den stetigen Prozess die Macs zu verbessern und zu optimieren. Dass, das neue iMac Modell an den äußeren dünnsten Rändern gerade einmal 5 Millimeter misst war sicher ein Augenöffner an diesem Abend.

Endlich neues iMac Update

Das Display des iMac, welches in 21,5 und 27-Zoll erhältlich sein wird, wirkt teilweise hauchdünn, minimalistisch und sehr futuristisch. Diesem Fortschritt musste wie auch bei Mac Mini, MacBook Pro und MacBook Air, das optische Laufwerk weichen. Auch wenn sich dieser Mediums-Prozess unaufhaltsam dem Ende nähert, befeuert Apple dieses Geschehen zusätzlich – was nicht alle Apple User als positiv empfinden.

Die Daten lesen sich beeindruckend, Apple möchte mit einer neuen Festplattenlösung in Serie gehen. Unter dem Namen Fusion Drive bietet Apple die Kombination aus Flashdrive und herkömmlichen Festplatten an. Die Absicht bezieht sich dabei auf die Vorteile der sehr schnellen SSD und den Speicherkapazitäten von den HDD-Festplatten. In der Praxis können Prozesse schneller gestartet, Performance unterstützt und Medien, gespeichert werden.

Ebenso wie schon bei dem MacBook Pro mit Retina Display, bietet der neue iMac eine um 75 Prozent minimierte Reflexion bei gleichbleibendem Kontrast und Farben. Der iMac besitzt hingegen kein Retina Display, trotzdem wurde der Bildschirm komplett neu konzipiert und hergestellt. Im neuen Design ist das Frontglas komplett auf das LCD angebracht und eine Anti-Reflexionsschicht ist unter Verwendung eines speziellen, hochpräzisen Prozesses angebracht.

Prozessoren der dritten Generation arbeiten in den neuen iMacs. Dabei handelt es sich um Quad-Core Intel Core i5 und i7 CPU`s. In Sachen Grafik kommen neuen NVIDIA G-Force Prozessoren zum Einsatz, die eine Leistungssteigerung von bis zu 60 versprechen. Das ist erfreulich, besonders bei grafikintensiven Spielen oder Ressourcen fordernden Anwendungen. Standardmäßig sind 8GB mit 1600 GHz RAM Arbeitsspeicher eingebaut. Dieser lässt sich bis auf 32 GB Speicher erweitern, das ist ein Wert, den bislang nur der Mac Pro Aufwarten konnte. Weiterhin Standard sind 1 TB Festplatten, die jetzt bis auf 3TB und den genannten Flashspeicher bis auf 768 GB erweitert werden können. Zwei Thunderbolt und vier USB 3 Anschlüsse bilden die erwartete Verbesserung in der Konnektivität.

Preise für 21-Zoll iMac (ab November erhältlich)

  • 2,7 GHz Quad-Core Intel Core i5, NVIDIA GeForce GT 640M: 1.349 Euro inkl. MwSt.
  • 2,9 GHz Quad-Core Intel Core i5, NVIDIA GeForce GT 650M: 1.549 Euro inkl. MwSt.

Preise für 27-Zoll iMac (ab Dezember erhältlich)

  • 2,9 GHz Quad-Core Intel Core i5, NVIDIA GeForce GTX 660M: 1.879 Euro inkl. MwSt.
  • 3,2 GHz Quad-Core Intel Core i5, NVIDIA GeForce GTX 675MX: 2.049 Euro inkl. MwSt.

Mit der Vorstellung der neuen iMac Generation war der Mac Bereich komplimentiert. Ein neuer Mac Pro wurde nicht vorgestellt. Wird dieses Modell sogar gar kein weiteres Update erhalten? Der iMac ist inzwischen bis auf 32 GB Arbeitsspeicher erweiterbar und auch anspruchsvolle Programme wie etwa Final Cut gibt es inzwischen in einer weniger rechenintensiven aber weniger beliebten Version (zumindest bei professionellen Anwendern). Das Weitere muss man also abwarten.

Weiter ging es an diesem gestrigen Abend mit einem Switch. Vielleicht diente der Vortrag über das amerikanische Bildungswesen auch der Verarbeitung des bisher gehörten. Sicher war die Nennung von iBooks 3 und IBooks Author eine Überleitung für das nun lang ersehnte Thema iPad.

iPad – Vierte Generation

Zuerst wurde die vierte Generation des iPads vorgestellt. Eine weitere Generation nach nur einem halben Jahr Zeitraum. Viele iPad Nutzer, die sich das “neue iPad“ gekauft hatten, mochten diese Entwicklung sicher nicht ganz nachvollziehen. Im ganz neuen iPad steckt jetzt ein A6X Prozessor, der doppelt so schnell sein soll wie der, der dritten Generation. Die Akkulaufzeit ist dabei gleich geblieben. Natürlich besitzt das neue iPad jetzt auch Lightning und im mobilen Funknetz das erwartete LTE.

Diese Präsentation wurde eher knapp bemessen. Es folgte das mit vielen Spekulationen beladene iPad mini. Fragen aus dem Vorfeld wie: Welche Farbe hat es und wie groß wird es sein? Passt Apple den Preis direkt an die Konkurrenz an? Wurden nun beantwortet. Phil Schiller hielt das weiße iPad mini in seiner Hand und zeigte es dem Publikum vor sich.

iPad mini

Das iPad mini hat eine Diagonale von 7,9-Zoll und wiegt gerade einmal 308 Gramm und ist 7,2 mm dünn. Mit diesen Displayabmessungen bietet das iPad mini 35 Prozent mehr Bildschirm als die konkurrierenden Marktteilnehmer. Durch das verwendete Seitenverhältnis von 4:3 gegenüber 16:9 ist sogar ein mehr an Platz von 67 Prozent. Das iPad mini hat exakt dieselbe Auflösung wie das iPad 2, das bedeutet, dass sämtliche Apps für das große iPad ebenso auf dem kleinen iPad genutzt werden können. Die Erläuterungen von Phil Schiller waren diesbezüglich als deutlicher Seitenhieb auf das Android System zu verstehen, die mit den bekannten Problemen von nativen App-Auflösungen zu kämpfen haben. Das iPad mini ist aus Aluminium und Glas gefertigt und damit sehr hochwertig.

Entgegen letzten Spekulationen wird es das iPad mini auch in einer Mobilfunkversion geben und dabei LTE1 unterstützen können. Auch die Wi-Fi- Funktionalität ist enorm schnell bei einer Datendurchlaufrate von 150 Mbit/s. Als Prozessor dient der bekannte A5 Chip, Face Time HD und iSight Kameras sind auch eingebaut. Der Akku hält ebenfalls für 10 Stunden Nutzung. Natürlich besitzt auch das iPad mini den neuen Lightning Standard.

Im Vorfeld wurde auch viel über den möglichen Verkaufspreis und die Speicherkapazitäten diskutiert. Einerseits war man sich sicher, dass Apple im Bereich der Konkurrenz müsse, andererseits war durch die bekannten Preise eines vergleichbaren iPad 2 und dem neuen iPod touch der Preis-Gestaltungsspielraum äußerst begrenzt. Das sind die Preise für das iPad mini und für das iPad der vierten Generation:
(iPad mini und iPad 4. Gen. mit Wi-Fi ab 2. November erhältlich. Die Modelle mit zusätzlichem Mobilfunk / Cellular, sind wenige Wochen später erhältlich. Vorbestellbar sind alle Modelle ab dem 26.10.2012).

Zusammenfassung:

Die Präsentation der neuen iPad-Modelle war dann auch der letzte Teil der aktuellen Keynote. Darüber hinaus wurden das neue MacBook Pro 13-Zoll mit Retina-Display und die neue Mac mini Generation vorgestellt. Überraschend war in jedem Fall die Einführung des neuen iMac mit extrem flachem Gehäuse. Alle Macs haben das fällige USB 3 und Lightning Update erhalten. Ebenfalls bei allen Vorstellungen gleich, die Streichung des optischen Laufwerks. Alle Macs erhielten neue Prozessoren und neue Massenspeicher.

Fazit:

Die Keynote wurde dieses Mal an einem ganz besonderen Ort abgehalten. Das California Theatre in San Jose bot einen würdigen Rahmen für tolle neue Apple Produkte. Einiges davon war zu erwarten und wurde auch bestätigt. Dass der Mac mini und der iMac präsentiert wurden, war doch überraschend und vor allem beeindruckend. Beide Mac-Mitglieder mussten aber auch lange auf ein Update warten. Alle, die auf einen neuen Mac gewartet haben, werden ganz sicher mit dem vorgestellten zufrieden oder begeistert sein. Weniger erbaulich ist aber der Preis den das iPad mini von den Käufern abverlangt. Dies ist aber vor allem den Spekulationen im Vorfeld geschuldet, die das iPad mini preislich auf Google Nexus oder Amazon Kindle Fire gleichgesetzt haben. Das iPad mini kann von seinem Konzept und der Umsetzung in ganzer Linie überzeugen, das gilt vor allem auch für die Nutzbarkeit aller bisherigen Apps für das iPad. Die vierte Generation des “großen“ iPad ist dabei fast schon ein Randprodukt, was vor allem auch an der erst kürzlich vorgestellten 3. Generation liegen mag. Ich persönlich war von dieser Keynote rein auf die Produkte bezogen voll bedient und sehr zufrieden. Es war definitiv mehr als erwartet und Apple hat es tatsächlich geschafft Überraschungen, zu offerieren. Auch das Ambiente war passend und beeindruckend.

(Bild- und Produktdaten Quelle: Apple Inc.)

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