Iro Kaese, den 24.01.2013 (Letztes Update: 24.01.2013)

Apple Absturz trotz Rekordumsätze – Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz

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Apple hat mal eben seinen Umsatz im Vergleich zum vorherigen Quartal um über 50 Prozent gesteigert. Zum Vorjahr erzielte das Unternehmen ebenfalls eine Steigerung von 18 Prozent. Die iPhone-Modelle verkauften sich über 47 Millionen Mal. Ein Unternehmensrekord. Auch die Tablets iPad und iPad Mini stellten Bestmarken auf. Dennoch reagieren Analysten, Anleger und Aktionäre enttäuscht, kritisch und hektisch. Ein Grund sind die Medien.

Die Macht der Medien ist ein sehr wirkungsvolles Instrument. Sie fungieren als Zuteiler zwischen Unternehmen und Konsumenten. Wie erfolgreich demnach innovative Produkte auf den Markt treffen, liegt nicht nur an der Qualität der Produkte, der Unternehmenswerbung oder dem individuellen Empfinden des Kunden. Wenn Zeitungen nur lang genug schreiben wie verkehrt etwas ist, dann kann sogar die Veröffentlichung von Fakten nicht mehr viel an den gestreuten und vor allem gesteuerten Gerüchten und Meinungen ändern. Im konkreten Fall von Apple, welches seit August 2012 das Teuerste (man kann auch wertvollste) Unternehmen der Welt ist, reihen sich die potenziellen Nachfolger und Nebenbuhler gleich in Scharen. Es ist klar, derjenige der den Thron innehat muss sich ständiger Aufstände und versuchter Putschversuche ausgesetzt sehen und bestehen. Noch vor der Quartalsveröffentlichung wurden iPhone 5 Produktionseinbrüche aufgrund der rapide sinkenden Nachfrage deklariert, schon häuften sich Parallelberichte über Konkurrenzprodukte und auch Umsatzrekorde von Samsung und Google, ja sogar Nokia wird laut Meinung von einigen Journalisten schon sehr bald Apple in Grund und Boden befördern. Wie oft sich das iPhone tatsächlich verkauft hat, steht ja im ersten Absatz – Das ist Fakt.

Als Grund für den bevorstehenden Untergang des Applereiches muss nun ein anderer Träger generiert werden. Gesagt, getan. Der Aktienkurs rutscht nach Handelsschluss in den Keller und spiegelt so die Ängste der Aktionäre wieder, Apple könne seinen Umsatz nicht weiter ausbauen, der Zenit sei erreicht, denn Apple werde in Zukunft keine weiteren Produkte kreieren – so die Meinung von außen es ist sogar schon ein passender Ausdruck dafür gefunden “iThumb“. Es ist ein sehr abstruses Spiel. Einerseits werden Unternehmen wie Apple ein rein materialistisches Placement vorgeworfen, im Gegenzug kann es der konsumgetriebenen Gesellschaft nicht schnell genug gehen, um mit neuem Hightech versorgt zu werden – “Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz“.

Liebe Apple Fans und Nutzer. Es geht nicht nur um einen Trend oder um die Marke. Apple kreiert tatsächlich Produkte mit denen es sich tatsächlich besser, effektiver arbeiten und vielleicht auch inovativer Leben lässt. Das ist aber eine rein persönliche und individuelle Meinung und darüber können Märkte nicht bestimmen!

Die Grafiken zum ersten Apple Quartalsbericht 2013
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