Otto Normal, den 04.02.2013 (Letztes Update: 02.03.2019)

Apple setzt sich für Betriebsratwahlen bei Foxconn ein

Tim Cook
Tim Cook an Santee Elementary, Foto: Tim Cook.

Der größte Apple-Zulieferer Foxconn hat angekündigt, für seine circa 995.000 Mitarbeiter eine Art Betriebsrat-Gremium zu stellen. Damit reagiert das Chinesisch-Taiwanesische Großunternehmen auf die öffentliche Kritik und auch auf den Druck Apples.

Der Wirtschaftsnachrichtendienst Financial Times berichtet, dass Foxconn künftig eine Arbeitnehmervertretung innerhalb des Wirtschaftsriesen integrieren möchte. Dieser Schritt ist für die chinesische Wirtschaft extrem unüblich und wird als Zugeständnis an die zum Teil aus dem Westen agierenden großen Technikkunden verstanden.

Der öffentliche Druck wurde in der jüngsten Vergangenheit immer größer. Berichterstattungen handelten sogar von Selbstmordvorfällen aufgrund der teilweise fatalen Arbeitsumstände in unterschiedlichen Foxconn-Werken. Insbesondere durch die Initiative von Apple muss sich Foxconn beugen und seine Richtlinien anpassen. Der Technologiekonzern Apple kündigte vor Kurzem einem Zulieferer aufgrund der Beschäftigung von Minderjährigen in Herstellungswerken. Als erstes Unternehmen dieser Branche ist Apple der selbstständigen Gesellschaft für gerechte Arbeitsbedingungen: Fair Labor Association beigetreten, die Missstände in Unternehmen aufgreift und anprangert – wie auch bei Foxconn geschehen.

Die Installation eines Betriebsrates in ein Unternehmen solch einer immensen Kapazität von fast einer Million Menschen wird ein sehr weitreichender Prozess. Detaillierte Informationen belegen, dass Foxconn nach dem traditionellen Neujahrsfest beginnen wird die Mitarbeiter für die Wahlen zu schulen. Die FLA – Fair Labor Association wird diesen Gang begleiten. Aufgrund der Größe sind bis zu 18.000 Betriebsrat-Komitees möglich, die jeweils aus ca. 20 Mitarbeitern und jeweils einem Vorsitzenden bestehen sollen.

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