Iro Kaese, den 21.05.2013 (Letztes Update: 21.05.2013)

Apple spart durch Briefkastenfirmen Millionen

Wenn es darum geht erfolgreiche Produkte auf den Markt zu bringen ist Apple Spitzenklassen. Offenbar ist es das aber auch, wenn es darum geht, Geld an der Steuer vorbei zu transferieren. Mit zahlreichen Briefkastenfirmen in Luxemburg, Irland, den Niederlanden und den britischen Jungferninseln soll Apple viele Millionen Dollar an Steuern gespart haben. Diese haben keine Angestellten und werden direkt aus dem Hauptquartier in Cupertino verwaltet. Der US Senat soll Apple dazu am 21. Mai 2013 befragen. Apple hat offensichtlich dabei den perfekten Weg gefunden, um Steuern zu sparen. In der Unterredung zwischen den Apple Managern und dem Senat soll den Bundesbürgern gezeigt werden, wie Offshore-Steuervermeidungsstrategien das Bundesdefizit und die Steuerlast für die Bürger in die Höhe treibt.

Apple soll 74 Milliarden Steuern gespart haben

Durch die nahezu perfekte Strategie soll Apple zwischen 2009 und 2012 ungefähr 74 Milliarden Dollar Steuern gespart haben, die Apple im Bezug auf die Auslandsgewinne hätte abführen müssen. Apple hat 61 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielt. Apple hat dabei nicht illegal gehandelt aber die Gesetzeslücken der USA laut Aussagen der Senatoren „dreist“ ausgenutzt. Andere Unternehmen die ebenfalls so gehandelt haben waren Amazon, Google oder Microsoft. John McCain, ehemaliger US Präsidentschaftskandidat sagte, dass Apple behaupte der größte Steuerzahler in den USA zu sein. Gleichzeitig sei das Unternehmen aber auch der größte Steuervermeider. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, soll Apple auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn nur 1,9 Prozent Steuern bezahlt haben. Das liegt weit unter dem gängigen Steuersatz.

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