Iro Kaese, den 27.05.2013 (Letztes Update: 27.05.2013)

Apple führt Preisabsprachen mit Verlagen im Bezug auf E-Books durch

Nicht das erste Mal steht Apple wegen seines E-Book Angebots in der Kritik. Auch in Europa hatte es bereits den Nachweis gegeben, dass Apple Preisabsprachen mit den Verlagen durchführt. Jetzt geht es dem Unternehmen auch in den USA an den Kragen. Eine Richterin hat eine Voruntersuchung an das US-Justizministerium übergeben. Demnach unterstütze Apple eine Absprache, welche die Preiserhöhung von E-Books vorsieht. Apple muss sich jetzt voraussichtlich einem Vergleich stellen, in dem diese Fragen erklärt werden sollen.

Buchpreisbindung ist gesetzlich in den USA nicht machbar

Die Richterin sagte, dass sie glaube, dass die US Regierung eindeutige Beweise habe, die eine Preisabsprache im E-Book Markt zeigen würden. Zudem habe Apple gesonderte Bedingungen mit den Verlagen ausgehandelt, die das iPad als perfekten E-Book Reader platzieren sollen. Das Modell hinter dem Deal: Durch Apple und die Verlage festgelegte E-Book Preise, von denen 30 Prozent als Vergütung an Apple abgeführt werden. Dieser Deal sollte dafür sorgen, dass andere Anbieter keine besseren Konditionen erhalten können. So ist in den USA eine Buchpreisbindung entstanden, die gesetzlich aber im Gegensatz zu Deutschland nicht gewährleistet ist. Das Ergebnis, so besagte die zuständige Richterin, sei noch nicht endgültig. Sie verwendete als Beweismittel E-Mail sowie andere Kommunikationen aus den Jahren 2009 und 2010. Die zugehörige kartellrechtliche Klage gegen Apple sowie fünf Verlage war im Jahr 2012 eingereicht worden. Mit Hilfe der Vereinbarungen zwischen den Verlagen und Apple sollten unter anderem Konkurrenten wie Amazon daran gehindert werden, die Preise für die E-Books zu senken. Mittlerweile ist der Vergleich zwischen den Verlagen abgeschlossen. Teilweise zahlten die Verlage eine große Summe an Schadenersatz. Apple hingegen will dem Vergleich nicht zustimmen und strebt lieber ein offenes Verfahren an, in dem das Unternehmen beweisen kann, dass es keine illegalen Preisabsprachen gegeben hat.

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