Otto Normal, den 17.06.2013 (Letztes Update: 17.06.2013)

Apple äußert sich ausführlich zu Prism-Anfragen

Der Prism-Skandal hat in den vergangenen Tagen für viele Diskussionen gesorgt. Unternehmen wie Microsoft, Facebook, Google und auch Apple sollen darin verwickelt sein. Während Microsoft und Facebook bereits Zahlen zu den Anfragen der NSA vorgelegt haben hatte Apple die Unternehmen für die Offenlegung kritisiert. Jetzt hat das Unternehmen aus Cupertino ebenfalls Zahlen vorgelegt. So soll es innerhalb des letzten halben Jahres 5000 Anfragen gegeben haben. In einem offenen Brief im Netz hat sich Apple zu den Anfragen geäußert.

Die US Regierung benötigt für den Zugriff einen Gerichtsbeschluss

Apple gab darin bekannt, dass das Unternehmen das erste Mal vor zwei Wochen von dem Schnüffelprogramm PRISM durch die Anfrage eines Nachrichtenmediums gehört habe. Außerdem habe das Unternehmen auch keine Zugriffe auf die eigenen Server registriert, die verdächtig gewesen sein könnte. Abgesehen davon gebe Apple nur mit einem Gerichtsbeschluss Daten der Nutzer heraus. Apple habe die US Behörde nach Erlaubnis gefragt, die Anzahl der Anfragen veröffentlichen zu dürfen. Dies habe die NSA bei einem Teil der Anfragen zugelassen. Zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 31. Mai 2013 habe Apple zwischen 4000 und 5000 Anfragen von Regierungsbehörden bekommen. Dabei ging es um 9000 bis 10000 Geräte und Konten. Dabei soll es um strafrechtliche Verfolgungen und Belange der nationalen Sicherheit gegangen sein. Es sei dabei um Raubüberfälle oder vergleichbare Verbrechen gegangen. Außerdem ging es um das Suchen von Entführten Kindern, die Suche nach Alzheimer-Patienten oder die Verhinderung von Selbstmorden. Apple prüfe jeden Fall genau. Bei Ungereimtheiten werde ein Zugriff auf private Daten nicht zugelassen. Bei Facetime und iMessage bestehe zudem durch eine Verschlüsselung keine Zugriffsmöglichkeit auf die privaten Daten.

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