, den 10.03.2014 (Letztes Update: 30.08.2018)

[Sponsored Post] Amazons Prime Instant Video auf den Spuren von Netflix?

Amazon Instant Video
Amazon Instant Video - iPad-Screenshot

Video on Demand steckte bis zum letzten Jahr in Deutschland eher in den Kinderschuhen. Dann kam 2013 Watchever auf den Markt und nun schickt sich Amazon an, ein ganz besonderes Paket für Film- und Serienfans zu schnüren. Dabei erinnert Prime Instant Video vor allem in seiner Funktionalität an Netflix, das bislang nicht in Deutschland angekommen ist.

Als Fan von Video-Streaming-Angeboten, der gerne dann etwas guckt, wenn er Lust dazu hat, wollte ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und das Angebot der Kampagne nutzen. Angekündigt wurde sie als etwas ganz Neues, allerdings ist das Videostreaming und auch Video on Demand nicht so neu. Neu erfunden hat allerdings Amazon sich, indem es den eigenen „Lovefilm“-Service quasi vom Kopf auf die Füße gestellt hat. Denn das neue Angebot von Amazon Instant Video und Prime Instant Video ist im Umfang deutlich erweitert als noch zu Zeiten des VoD-Angebots von Lovefilm. Statt ein, zwei tausend Medien können Abonnenten des Service jetzt auf über zu 12.000 Filme und Serien-Episoden zurückgreifen, so oft sie wollen. Amazon verspricht den Nutzern zudem exklusive Inhalte, die über den Service eine Ausstrahlung noch vor dem TV erfahren.

Funktionalität: Licht und Schatten

Der Web-Player von Amazon Instant Video ist über die Oberfläche des Online-Shops zu erreichen. Neben dem Suchfeld wählt man einfach den neuen Filter „Amazon Instant Video“ und gibt ein oder mehrere Suchwörter ein. Lässt man sie weg, bekommt man alle Ergebnisse angezeigt. Diejenigen, die für Abonnenten von Prime Instant Video zugänglich sind, werden im Browser separat gekennzeichnet. Der Web-Player von Prime Instant Video erinnerte mich in seiner Bedienung sehr an Netflix, das ich auch anderthalb Jahre in Benutzung hatte. Was mich als Mac-Nutzer aber stört ist die Verwendung der proprietären Technologie von Microsoft, Silverlight. Denn speziell für meine Konfiguration: Ein 64-bit Betriebssystem (OS X 10.9) in Kombination mit einem 32-bit Browser wie Googles Chrome, gibt es kein Update für die Silverlight-Komponente. Zudem ist seit langer Zeit bekannt, dass Microsoft die Silverlight-Unterstützung am Mac nicht auf ewig fortsetzen möchte. Der Schritt der Anbieter (z. B. auch Watchever verwendet Silverlight), ist für mich deshalb eher nicht nachvollziehbar. Da die Angebote ohne Werbung auskommen (anders als Netflix) wäre eine Lösung mit HTML5 und Javascript ebenfalls denkbar gewesen.
Gut am Web-Player ist, analog zu Netflix, dass man das Video-Fenster als schmucken Pup-up-Player nutzen kann, und damit weiter im Browser surfen, während man nebenher Inhalte konsumiert. Die Qualität der Inhalte variiert stark. Wie groß das Angebot an HD-Inhalten im Verhältnis zu SD-Angeboten ist, kann ich nicht überblicken, grundsätzlich funktioniert das Streaming aber auf allen Plattformen (auch Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen) problemlos.

Positiv fällt auch die Bedienung von Prime Instant Video auf Tablets und Smartphones auf. Man kann Inhalte auf eine Watchlist hinzufügen und sie auch wieder entfernen. Diese Funktion ist bei der iPad-App zu Skys Konkurrenz-Produkt Snap bspw. noch immer fehlerhaft. Einmal zur Watchlist hinzugefügte Inhalte können bei Snap auf dem Tablet (bislang) nicht wieder entfernt werden.

Inhalte in Originalsprache

Film- und Serienfreunde schauen sich gerne mal das Material im O-Ton an. Amazons Instant Video bietet auch das an, zeigt sich in dieser Funktion aber (noch) eher kompliziert. Statt im Browser einfach eine Möglichkeit zur Sprachwahl anzubieten, müssen Nutzer stattdessen in der Suche den Titel des Films oder der Serie durch die Buchstaben „OV“ (für Original Video) ergänzen. Dieser „Umstand“ gilt für alle Plattformen, auf denen der Service angeboten wird. Möchte man dann zum Beispiel „Breaking Bad OV“ suchen. Während man so bei der Suche nach den Inhalten im Originalton mehr Aufwand betreiben muss, statt einfach die Sprache zu wechseln, bietet es beim Streaming durchaus Vorteile, wenn die deutschsprachige und englischsprachige Version als zwei Dateien auf den Servern vorgehalten werden. Im Fall, dass eine Version besonders häufig nachgefragt wird und es zum Stottern kommen „könnte“, kann man die andere womöglich trotzdem weiterhin genießen.

An dieser Stelle kommt aber Amazons Infrastruktur zur Geltung. Denn der Anbieter hat bereits seit Jahren ein großes Netz für Cloud-Computing und das Streaming von Inhalten bereitgestellt, das sogar von anderen Anbietern genutzt wird.

Preisgestaltung

Amazon ist bekannt für seine aggressive Preispolitik, ganz gleich ob bei E-Books, Tablets (Kindle Fire), Musik oder Konkurrenz-Angeboten zu Deutschlands größten Elektronik-Discountern. Amazons Instant Video bildet keine Ausnahme, und ist einzeln für 7,99€ pro Monat erhältlich und damit günstiger als die direkte Konkurrenz. Skys Snap (mit deutlich kleinerem, aber stark von anderen Anbietern abweichendem Programmangebot), kostet einzeln 9,90€ (nur als Sky-Abonnent zahlt man 4,90€ monatlich), und für Watchever werden 8,99€ pro Monat fällig.
Die Angebote überschneiden sich in Teilen und Amazon Instant Video zeigt meines Erachtens sehr große Schnittmengen mit den Inhalten von Watchever. Beide Dienste zu abonnieren ist deshalb eher nicht ratsam. Film-Liebhaber sollten sich für einen Service entscheiden, und Serien-Fans sollten überprüfen, welche Serie gerade auf welcher Plattform verfügbar ist, um sich dann dem Programm anschließen zu können. Durch die monatliche Kündbarkeit ist der individuelle Zugang zu den Inhalten äußerst gut zu realisieren.

Neukunden können den Service 30 Tage testen, müssen aber vor Ablauf der Testperiode das Abo künden. Das geht aber mit ein paar Klicks.

Prime-Kunden profitieren besonders

Wie in den USA bietet Amazon seinen Prime-Kunden seit dem 26. Februar die Inhalte von Instant Video als „Prime Instant Video“ im Paket mit dem kostenlosen Versand von Amazon-Bestellungen und der Gratis-Ausleihe von E-Books für die eigenen Kindle-Devices an. Alles kostet zusammen nur 49 Euro Jahresgebühr und ist damit für Prime-Kunden deutlich günstiger als vergleichbare Produkte der Konkurrenz, zahlt man dann doch nur 4,08 pro Monat und erhält darüber hinaus noch zusätzlichen Service. Wer noch kein Prime-Kunde ist, sollte sich in jedem Fall überlegen die Jahresgebühr zu investieren. Zwar bindet man sich so auch an Amazon, weil man häufiger dort einkauft als anderswo, um das Gratis-Porto auszunutzen, aber das kann man angesichts der konkurrenzfähigen Preise ohne Bauchgrimmen tun.

Neben den Inklusiv-Inhalten gibt es bei Amazon Instant Video außerdem die Möglichkeit, Filme und Serien on Demand zu leihen oder zu kaufen. Dieser „umfassendere“ Katalog verfügt nicht nur über 12.000 Einträge, sondern 25.000 Stück.

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