Iro Kaese, den 28.04.2014 (Letztes Update: 28.04.2014)

Der Weg ist das Ziel – Navigationssysteme für das iPad

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Mobile Elektrogeräte ist nicht nur beliebter denn je, sie leistet auch so allerhand Praktisches. Neben telefonieren, surfen und spielen unterwegs, ist mit der richtigen App auch die Nutzung als Navigationssystem durchaus im Bereich des möglichen. Als Marktführer im Bereich der Tablet PCs ist das iPad nach wie vor in aller Munde und bietet von Seiten der Hardware als auch der Software die besten Voraussetzungen für den Einsatz als Navi. iTunes bietet da eine große Auswahl möglicher Apps, die mit den verschiedensten Funktionen und in den unterschiedlichsten Preisklassen daher kommen. Welche Navigations-App bietet was und welche ist ihr Geld wirklich wert? Das verraten wir dir hier!

Navigon – welche Version darf es sein?

Auf der Suche nach einem Navigationssystem fürs iPad kommt man kaum um die App Navigon herum. Mit einer diversen Auswahl an Kartenpaketen bietet dieses System für jeden Autofahrer die passenden Länderkarten. Neben „Navigon Europe“ gibt es außerdem „Navigon Australia“ und „Navigon North America“. Wer weniger weit reist kann auch die leicht günstigere Version „Navigon EU10“ umsteigen, die im Gegensatz zur Europa Version der App nur 10 statt 40 Karten mitliefert. Besonders interessant an dieser App ist, dass zur Navigation selbst kein Internetzugang benötigt wird. So bleibt es auch auf lange Sicht gesehen finanziell bei den happigen 89,99 Euro, die die Erstanschaffung verschlingt. Lediglich für Zusatzfunktion wie die Wettervorhersage oder der Zugriff auf soziale Netzwerke benötigt natürlich eine Internetverbindung. Die Routenplanung selbst läuft komplett offline.
Besonderer Tipp für Telekom-Kunden: Für euch gibt es die Navigon Telekom-Edition gratis zum Download bei iTunes!

Tom-Tom – vom Navi aufs Tablet?

Kaum jemandem wird die Firma Tom-Tom kein Begriff sein und natürlich haben auch sie sich auf dem Navi-App-Markt einen Platz gesichert. Im Gegensatz zu Navigon unterstützt Tom-Tom auch Karten der USA oder der Türkei, was ein klarer und unumstrittener Vorteil ist. Wer lediglich im deutschsprachigen Raum navigieren möchte, kann hier zudem noch etwas Geld sparen, da es im Gegensatz zu Navigon eine Deutschland – Österreich – Schweiz Version der Software gibt, die mit mehr oder minder günstigen 49,95 zu Buche schlägt.
Zusätzlich kann für etwa 30 Euro für ein ganzes Jahr der Staudienst des Herstellers abonniert werden. Für jeweils 5 Euro gibt es optionale (nur englische!) Stimmen von Star Wars Helden Han Solo, Jedi-Meister Yoda oder gar C3PO zum Download. Diese Anschaffung ist zwar nicht gerade sinnvoll und im letzteren Fall auch nicht besonders nervenschonend, trägt aber durchaus zu Belustigung der Mitfahrer bei. Klar macht TomTom mit diesen Diensten eines: sie wissen, wie man aus einer kleinen App großen Gewinn schlägt!
Großer Nachteil der App ist jedoch, dass mit dem neuesten Update viele Funktionen nur noch genutzt werden können, wenn der Datensammlung über soziale Netzwerke zugestimmt wird!

Navfree GPS Live – günstig oder billig?

Mit Navfree GPS Live geht der einzige kostenlose Kandidat in diesem Test an den Start. Natürlich mit etwas weniger Produktumfang, weniger Komfort und etwas mehr Nervenkitzel, dafür kann man als Gelegenheits-Navi-Nutzer doch einiges an Geld sparen. Die grundlegenden Funktionen von Navfree unterscheiden sich kaum von kostenpflichtigen Varianten, beim näheren Hinsehen jedoch fällt auf, dass die Bedienung lange nicht so komfortabel ist. Die Zieleingabe unterstützt keine Autovervollständigung ohne Internetverbindung, die Routenführung ist nicht völlig klar. In engen städtischen Lagen kann es durchaus vorkommen, dass man im Gewirr der Straßen die falsche Abbiegung erwischt und schließlich nur noch über Umwege ans Ziel kommt.
Für den gelegentlichen Einsatz kann Navfree durchaus Verwendung finden, allerdings sollte man für weitere Reisen und häufige Nutzung doch auf andere Alternativen umsteigen. Der Kartenumfang der App kann sich allerdings sehen lassen. Neben der Germany Variante gibt es Versionen aus allen europäischen und vielen weiteren Ländern!

skobbler – günstige Offboard Navigation

skobbler ist mit einem Preis von gerade einmal 1,59 Euro die einzige Offboard-Navigationsapp im Test. Das Kartenmaterial wird nicht mit der App mitgeliefert und für die Navigation ist eine ständige Internetverbindung nötig. Bei Fahrten in Deutschland ist das noch kein allzu großer Nachteil, da die meisten Mobilfunkverträge mittlerweile ohnehin mit einer Surf Flatrate daher kommen. Bei Fahrten ins Ausland können durch Roaminggebühren allerdings schnell ordentliche Rechnungen zustande kommen, was du vor dem Kauf auf jeden Fall bedenken solltest. Natürlich hat skobbler für diesen Fall aber auch schon eine praktische Lösung parat: für einen geringen Aufpreis ( 2,99 pro Land; 9,99 weltweit) kann das Kartenmaterial auf dem iPad gespeichert werden und das Navigationssystem somit in eine Onboard-App verwandelt werden.

iGo primo – darfs

Darfs was fürs Auge sein?

Der letzte Kandidat in unserem Navigationssystem Test fürs iPad ist das iGo Primo. DIe Europa-Version schlägt mit recht günstigen 19,99 Euro zu Buche und liegt damit im gesunden Mittelfeld. Neben den üblichen Funktionen sticht iGo besonders durch seine schöne Kartendarstellung ins Auge. Wichtige Gebäude in der Umgebung werden als 3D-Modelle dargestellt, was nicht nur nett aussieht, sondern auch durchaus bei der Orientierung hilft. Wer erkennt schon den Kölner Dom als einfaches Quadrat auf der Köln-Karte? Viel besser ist da doch ein anschauliches Modell. Wer jedoch schnell ans Ziel kommen möchte, sollte auf andere Navis zurückgreifen, die Staumeldungen von iGo primo sind nämlich noch nicht besonders ausgereift.

Das beste zum Schluss – Fazit

Welches Navigationssystem letztlich das beste für dich ist, musst du selbst entscheiden. Jede App im Test hat ihre persönlichen Stärken und Schwächen. Wer nicht auf den Preis achten muss, kann getrost bei Navigon zugreifen. Der große Funktionsumfang, die sichere Routenführung und die verschiedenen Versionen machen dieses Navigationssystem zu einem guten Fang. Mit TomTom hingegen werden besonders diejenigen glücklich werden, die schnell ans Ziel kommen und jedem Stau ausweichen möchten. Das Staudienstabo macht es möglich!
Für die gelegentliche Nutzung macht sich die Onboard-Version von skobbler sehr gut und besonders für Fahrten in fremde Städte ist iGo primo ein praktischer Begleiter durch die schöne Darstellung der wichtigsten Gebäude in der Umgebung. Der Kompromiss zwischen Leistungsumfang Preis macht dieses System zum heimlichen Favoriten des Tests!

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