, den 23.05.2014 (Letztes Update: 30.08.2018)

Parallels Desktop 9 von Parallels Business Solutions im Test

MacBook Pro Retina
MacBook Pro Retina (Late 2013)

Wer einen Mac besitzt, ist ab und an darauf angewiesen, trotzdem Windows zu verwenden, und sei es nur, das Verhalten auf unterschiedlichen Plattformen zu testen. Parallels schließt diese Lücke mit Parallels Desktop. In der Enterprise-Edition kann das Produkt von Admins zu Desktop Virtualisierung in Unternehmen eingesetzt werden.

Windows Software auf einem Mac

Die Paradedisziplin von Parallels, sowohl in der Standard als auch in der Enterprise Edition, ist es, Windows und Windows Software auf einem Mac zu virtualisieren. Die Anwendungszwecke sind vielseitig und mit Parallels Desktop lassen sich Windows-Programm in einem Mac-Fenster ausführen, ohne dass der Anwender auf Anhieb mitbekommt, dass es sich um eine Windows-Applikation handelt (Parallels nennt diesen Modus Coherence).

Admins Liebling

Wer ein heterogenes Netzwerk zu verwalten hat, kann ebenfalls auf Tools von Parallels Desktop in der Enterprise Edition zurückgreifen. Neben der Virtualisierung bietet Parallels auch ein Add-On für die Microsoft System Center Configuration (MSCC) an. Damit wird Mac Management in Windows-Netzwerken einerseits sichtbar, andererseits sogar administrierbar. Ein Administrator kann so beispielsweise die Rechte des MacBook vom Außendienstmitarbeitern anpassen.
Neben einer ganzen Reihe von exklusiven Support-Leistungen bekommen Administratoren in der Enterprise-Edition einige zusätzliche Features für Parallels Desktop an die Hand. Die Enterprise Edition erlaubt es unter anderem, virtuellen Rechnern bis zu 16 CPUs zuzuweisen und 64 GB RAM zur Verfügung zu stellen, das Passwort des Gast-Betriebssystems zu ändern, die Funktionalität der VMs gezielt einzuschränken oder die zeitliche Nutzbarkeit zu limitieren. Als ersten Anhaltspunkt liefert Paralells eine Reihe von Dokumenten in PDF-Form, um sowohl die ersten Schritte mit Parallels Desktop zu meistern, als auch in die Optionen der Enterprise Edition einzusteigen, aber auch den großflächigen Einsatz von Infrastruktur in Form von Mass Deployment von Parallels Desktop zu erläutern (vgl. Screenshot). Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich für Webinare anzumelden, die die Betriebssystem Virtualisierung in Unternehmen mithilfe von Parallels vermitteln.

Performance und Nützlichkeit

Wer einen halbwegs modernen Mac sein Eigen nennt, kann Windows mit beinahe nativer Geschwindigkeit ohne Neustart ausführen. Grund hierfür ist die Unterstützung von Intel Hyper-V, wodurch direkt auf den physikalisch vorhandenen Prozessor zugegriffen wird, anstatt jenen zu emulieren. Bei Spielen kommt hinzu, dass WINE Pate für die Implementierung von Direct-X-Funktionen stand: Der Mac berechnet und in der virtuellen Windows-Maschine wird das Ergebnis dargestellt. So kommt es, dass mit wenigstens durchschnittlichen Grafikeinstellungen akzeptable Frame-Raten problemlos erreicht werden. Natürlich wird in der angebotenen Version von Parallels Windows 8.1 bereits unterstützt.
Dank der flinken Standby-Funktion mutiert die virtuelle Windows-Maschine zum Mac, den man planmäßig nicht ausschaltet, weil der Ruhezustand einwandfrei funktioniert. Innerhalb weniger Sekunden ist das virtuelle Betriebssystem in den Ruhezustand versetzt und kann aus jenem wieder geweckt werden. Oder man entscheidet sich direkt für die Option, Windows anzuhalten, wenn keine Programme geöffnet sind – das spart Ressourcen.

Nicht nur Windows

Mit Parallels Desktop lässt sich aber nicht nur Windows auf den Mac bringen. So bietet der Assistent zum Erstellen neuer virtueller Maschinen auch ein Android-System (für Intel-Prozessoren) zum Download an, mit dem Smartphone-Apps getestet werden können. Prinzipiell lässt sich mit Parallel Desktop quasi jedes Betriebssystem installieren, das auf Intel-Prozessoren läuft. Die Integration in den Mac und die allgemeine Performance hängt jedoch stark davon ab, ob es Treiber von Parallels gibt.

Fazit

Parallels Desktop bietet eine umfassende Lösung für alle, die Windows-Software auf einem Mac ausführen wollen, wobei Windows nicht das Einzige ist, das sich virtualisieren lässt. Die Enterprise Edition richtet sich vor allem an Unternehmen und kann Macs in das vorhandene Windows-Netzwerk eingliedern. Wer Windows keine eigene Partition einräumen will, oder auf Neustarts verzichten, wird an Parallels Desktop seine Freude haben – eine Windows-Lizenz benötigt man dennoch.
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