, den 26.12.2014 (Letztes Update: 13.01.2016)

LaTeX-Nutzer produzieren mehr Fehler und sind ineffizienter als Word-Nutzer

MS Office für iPad
MS Office für iPad, Bild: The Daily

In einer wissenschaftlichen Studie mit 40 Probanden hat man die Nutzung von LaTeX und Microsoft Word als System zur Ausarbeitung akademischer Dokumente ausgewertet. Ergebnis: Sogar erfahrene LaTeX-Nutzer machen mehr Fehler als Word-Laien und brauchen deutlich länger für die Erledigung der Aufgabe.

M. Knauff und J. Nejasmic zusammen mit 40 Probanden von 6 deutschen Universitäten überprüft, wie sich der Einsatz der Tools Microsoft Word und LaTeX auf das Verfassen von wissenschaftlichen Dokumenten auswirkt. Die Untersuchung war als Software-Usability-Studie angelegt und sah vor, dass die Nutzer gewisse Text-Aufgaben erfüllen.

Zu den Aufgaben gehörte das Verfassen von einfachem, sich wiederholenden Text. Dazu gesellte sich Fließtext mit Tabellen und Überschriften unterer Ordnung, sowie komplexer Text mit mathematischen Formeln.

LaTeX-Nutzer produzieren schlechtere Ergebnisse

Ganz gleich, ob Experte oder Laie im Umgang mit LaTeX – im Ergebnis der Studie kam heraus, dass LaTeX-Nutzer für die gleichen Aufgaben mehr Zeit benötigen, weniger Text in der gleichen Zeit verfassen und mehr Zeichensetzungs-, Rechtschreib-, Grammatik- und Formatierungsfehler produzierten. Einen Pluspunkt, den LaTeX-Nutzer gegenüber Word-Verwendern gezeigt hätten, sei die Motivation. Offenbar zeigten sich LaTeX-Nutzer deutlich motivierter bei der Arbeit.

Entsprechend lautet die Empfehlung der Studie: Man sollte sich sehr genau überlegen, ob man LaTeX im akademischen Betrieb verwendet. Man solle von Fall zu Fall unterscheiden, das fast immer Word ausreicht und deutlich schneller zum selben Ergebnis führt mit weniger Fehlern.

Nicht repräsentativ

Die Ergebnisse der Studie sind jedoch nicht repräsentativ. Das liegt zunächst an der Art der Untersuchung: qualitativ. Weiterhin ist die Zusammensetzung der Versuchspersonen zu geringfügig und nicht divers genug. Im Schnitt waren diese 25,4 Jahre alt und entweder wissenschaftliche Mitarbeiter oder Studenten. Von 40 Personen waren lediglich 14 weiblich. Sowohl die Ergebnisse als auch die Daten lassen online abrufen.

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