Mister Wong ist tot, versteht das doch endlich

Mister Wong
Mister Wong - Logo

Im Jahr 2015 gibt es immer noch dutzende von Webseiten, die Mr. Wong als Social-Media-Button auf ihrer Webseite verwenden. Besonders nachdenklich macht die Verwendung des Service auf Medien-Webseiten, deren Betreiber wissen sollten, dass seit August 2013 aus der Social-Bookmarking-Raupe Mr. Wong ein Modeplattforms-Schmetterling Mr. Wong geworden ist.

2006 startete in Deutschland der Social-Bookmarking-Service Mr. Wong. Doch wie das mit in Deutschland kopierten Ideen aus dem Ausland nunmal so ist (vgl. StudiVZ), war 2013 bereits wieder Schluss. Ein weiteres prominentes Beispiel kopierter Social-Bookmarking-Idee war Yigg. Weder der Hamster im Logo noch ein Redesign halfen. Im März 2014 war bei Yigg endgültig Schluss. Nun wird an gleicher Stelle versucht Buzzfeed und Co. Konkurrenz zu machen.

Doch zurück zu Mr. Wong – warum haben seit 2 Jahren einige Leute noch nicht mitbekommen, dass es den Service nicht mehr gibt? Ich könnte dutzende Blogs nennen, auf denen mir das Logo des ehemaligen Social-Bookmarking-Service noch ab und zu begegnet, doch interessanter sind freilich Webseiten von mehr oder weniger „offiziellen“ Medien.

Während also beispielsweise Zeit Online eine eigene Schnittstelle fürs Weitersagen implementiert hat, benutzt der Online-Auftritt der wöchentlichen Beigabe Christ&Welt unter jedem Artikel „prominent“ einen Button fürs Weitersagen auf Mr. Wong.

Doch selbst vermeintlich „moderne“ Satire wie der Postillon ermöglicht seinen Nutzern, wenn auch weniger prominent, immer noch das Weitersagen mittels Mr. Wong.

Der Postillon - Screenshot mit Mr. Wong

Der Postillon – Screenshot mit Mr. Wong

Analog zum Postillon funktioniert das Weitersagen auf den Seiten des Berliner Kuriers oder der B.Z. Letzteres ist ein Erzeugnis aus dem Springer Verlag, der aber bei der BILD auf Mr. Wong verzichtet.

Addthis muss aktualisiert werden!

Viele der genannten Webseiten haben Eines gemeinsam. Sie verwenden ein Plugin von oder eine Schnittstelle zum Service „addthis“, der gleich mehrere Dutzend Social-Media-Weiterleitungskanäle auf der eigenen Webseite implementiert. Dort wird Mr. Wong noch immer geführt – ich vermute, weil sich niemand darum schert und der Service aus dem Ausland stammt. Entsprechend würde es schon viel helfen, wenn Addthis endlich die digitale Sterbeurkunde von Mr. Wong zur Kenntnis nimmt.

Meckern kann jeder, doch damit Mr. Wong endlich zu Grabe getragen wird, haben wir eine offizielle Support-Anfrage an Addthis gestellt, mit dem Hinweis, dass es Mr. Wong seit 2013 nicht mehr gibt. Wir haben vom Support von addthis mittlerweile (19.01.2015) bestätigt bekommen, dass man die Löschung von Mr. Wong vornehmen wird.

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Geschrieben am: 18.01.2015
Zuletzt aktualisiert: 13.01.2016
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Naina: "Uff. Und was machen wir jetzt?"
Nico Lumma: Troll, der

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