#suma möchte Google-Konkurrenz aus Europa

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Die Idee ist weder wirklich neu, noch innovativ. Trotzdem erhält eine Initiative der Suma e. V. für freien Wissenszugang derzeit mediale Aufmerksamkeit für eine Google-Konkurrenz aus Europa.

Wissenschaftler wie Wolfgang Sander-Beuermann, der Vorsitzende des Vereins Suma e. V. für freien Wissenszugang, möchten gerne einen eigenen Suchindex für Europa aufbauen, um die Abhängigkeit Googles zu brechen. Sander-Beuermann ist der Meinung, dass Europa von US-Internetfirmen einen Kolonialstatus aufgedrückt bekommt.

EU soll Kosten tragen

Auf einer Tagung in Hamburg sprach Sander-Beuermann über die Forderung nach einem europäischen Webseitenindex, der finanziert wird von öffentlicher Hand. Er soll selbst keine europäische Suchmaschine sein, sondern als Basis für weitere Produkte dienen. Ein solcher Web-Index benötigt technische Ressourcen in Form von großen Rechenzentren und Crawling-Software, die im Internet ständig nach neuen Seiten sucht.

Die Idee ist, dass die EU-Staaten für die Kosten aufkommen, weil man der Meinung ist, dass die Komplexität des Internets heute selbst großen Firmen nicht mehr “einfach so” erlauben würde, einen solchen Index zu erstellen.

Frühere Versuche

Abgesehen von kommerziellen Produkten aus Europa, die es in den 90er Jahren gab, ist vor allem das Projekt Quaero immer noch ein Mahnmal für den gescheiterten Versuch eines gemeinsamen europäischen Suchmaschinen-Projekts. Unter französische Führung mit deutscher Beteiligung konnte sich Quaero seit 2005 nicht wirklich gut entwickeln, wurde 2008 neu aufgesetzt und 2013 offiziell für beendet erklärt.

Philosophische Forderung

Die Idee des suma e. V. ist jedoch bislang nur theoretischer Natur. Fairerweise müsste man sogar “philosophischer” Natur sagen. Denn die Mitglieder haben bislang keine Konzepte für eine Finanzierung, Organisation und Regulierung.

Bei Spiegel Online wird das politische Klima für eine solche Initiative allerdings günstig eingeschätzt, da europäische Politiker zuletzt häufig mit Google im Clinch lagen und bisweilen sogar die Zerschlagung von Unternehmensteilen forderten.

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Geschrieben am: 18.02.2015
Zuletzt aktualisiert: 13.01.2016
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