Klagen gegen Fitbit: Pulssensor fehlerhaft und gefährlich

Fitbit Charge HR
Fitbit Charge HR

Drei Kläger in den USA werfen dem Anbieter der Fitness-Tracker, Fitbit, vor, dass deren Geräte auf gefährliche Weise den Puls nicht ordentlich messen. Der Hersteller stellt die Behauptungen in Frage.

Insgesamt drei Kläger werfen in den USA im Rahmen einer Sammelklage dem Hersteller Fitbit vor, dass dieser gesundheitsgefährdend seien. Dabei geht es konkret um die Geräte Charge HR und Surge, die zwischen 120 und 240 Euro verkauft werden. Die Geräte sollen laut den Klägern den Puls exorbitant unterschätzen und damit einerseits die Gesundheit der Träger unnötig schädigen, sowie andererseits Werbeversprechen des Herstellers nicht einhalten.

Puls deutlich zu niedrig gemessen

Teresa Black aus Colorado wirft Fitbit vor, dass ihr Charge HR Fitness-Tracker ihren Puls während eines Trainings mit 82 Schlägen pro Minute angab, obwohl ihr Fitnesstrainer den Puls zeitgleich mit 160 Schlägen pro Minute gemessen hat. Mit 160 BPM erreichte Black ein Level, das bei dauerhafter Ausübung negativ auf ihre Gesundheit gewirkt hätte.

David Urban aus Wisconsin hingegen berichtet von Problemen mit seinem Fitbit Surge. Das Gerät würde nie mehr als 125 BPM anzeigen, selbst wenn sein Puls 15 oder 25 Schläge pro Minute darüber läge. Weil in seiner Familie Fälle von Herzkrankheiten dokumentiert sind, darf er sich von ärztlicher Seite nicht derart anstrengen, dass sein Puls mehr als 160 Schläge pro Minute erreicht. Doch genau um dem vorzubeugen hatte Urban den Fitness-Tracker gekauft.

Die Vorwürfe von Kate McLellan aus Kalifornien lauten ähnlich. Sie hat den Pulsschlag sowohl von einem stationären Fitnessgerät als auch durch ein EKG gegenchecken lassen. Manchmal war der Pulsunterschied, den das Fitbit-Gerät anzeigte, um bis zu 75 Schläge pro Minute höher ausgefallen.

Fitbit wird vorgeworfen, dass das Verfahren zur Pulsmessung mittels LED-Lichtern, um das Blut-Volumen in den Adern zu erkennen, wertlos sei.

Fitbit streitet Vorwürfe ab

Ein Sprecher von Fitbit gab gegenüber Ars Technica an, dass die Vorwürfe in der Sammelklage haltlos seien und man vollkommen von der Pulsmess-Technologie in den eigenen Fitness-Trackern überzeugt sei.

Bereits im Mai 2015 wurde in Florida eine Klage gegen Fitbit eingereicht, die dem Anbieter vorwirft, dass dessen Technologie den gemessenen Schlaf um 67 Minuten pro Nacht überschätzt.

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Geschrieben am: 06.01.2016
Zuletzt aktualisiert: 06.01.2016
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