, den 15.01.2016 (Letztes Update: 15.01.2016)

Apple muss womöglich $8 Milliarden Steuern nachzahlen

Apple-Hauptquartier in Cupertino
Apple-Hauptquartier in Cupertino, Foto: Joe Ravi CC-BY-SA 3.0

Sollte eine Untersuchung der EU-Kommission zu einem negativen Ausgang führen, müsste Apple womöglich $8 Milliarden Steuern nachzahlen.

Bloomberg berichtet abermals über die Untersuchung der EU-Kommission zu Steuerschlupflöchern in Irland.1 Betroffen davon wären nicht nur Apple, sondern auch andere US-Technologiekonzerne, die davon Gebrauch machen. Am Ende des Verfahrens könnte Apple bis zu 8 Milliarden US-Dollar Steuern nachzahlen müssen.

Die EU-Kommission untersucht bereits seit einiger Zeit dieses Phänomen. Apple selbst hat im vergangenen Jahr seine Aktionäre darauf hingewiesen, dass es zu einer größeren Abschreibung in Milliardenhöhe kommen kann, sollte die Untersuchung einen negativen Ausgang finden.

Irland Schuld

Apple und andere2 würden aber nicht belangt, sondern müssten lediglich die Steuerschuld aus den Jahren 2004 bis 2012 nachzahlen. Denn die Untersuchung der EU-Kommission läuft gegen das Land Irland und nicht gegen die Unternehmen selbst. Irland müsste seinerseits mit monetären Sanktionen rechnen.

In der Zeit hat Apple 64,1 Milliarden US-Dollar Umsatz in Irland erwirtschaftet. Im Schnitt zahlt der iPhone-Hersteller allerdings nur 1,8 Prozent Steuern auf seine Umsätze außerhalb der USA, wie Analyst Matt Larson für Bloomberg Intelligence errechnet hat.3

Die EU-Kommission untersucht den Fall bereits seit 2014. Zuletzt wurde Ende 2015 ein Ergebnis erwartet, die Untersuchungen jedoch ausgeweitet. Mittlerweile wird der März als möglicher Termin genannt, an dem eine Entscheidung ansteht.


  1. Vgl. http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-01-15/apple-may-be-on-hook-for-8-billion-in-taxes-after-europe-probe
  2. Zu den anderen Unternehmen zählen unter anderem Starbucks, Amazon und McDonalds. 
  3. Vgl. ebd. 
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