Apple zu FBI-Forderung: Keine Backdoor in iOS

Tim Cook
Tim Cook an Santee Elementary, Foto: Tim Cook.

Ein Gerichtsbeschluss sieht vor, dass Apple mithelfen muss, das iPhone eines Verdächtigen im Falle einer Schießerei in San Bernadino zu entschlüsseln. Dies geht offenbar nur über eine Hintertür im System, weshalb Apple Einspruch gegen die Forderung einlegen will.

Nachdem bereits der Gerichtsbeschluss bekannt wurde, hat nun Apples Geschäftsführer Tim Cook öffentlich gemacht, dass die US-Regierung vom iPhone-Hersteller eine Mitarbeit bei der Aufklärung eines Verbrechens verlangt. Was sich zunächst positiv liest, hätte jedoch zur Folge, dass die Sicherheit der Daten aller iPhone-Kunden auf dem Spiel steht. Deshalb will sich der iPhone-Hersteller dagegen zur Wehr setzen. Die Entscheidung des Gerichts habe nicht nur Einfluss auf den konkreten Fall, sondern darüber hinaus.

Große Gefahr

Cook schreibt: Apple habe bislang alles getan, was in seiner Macht steht und sich im Rahmen der Gesetze bewegt, um dem FBI zu helfen. Doch nun fordert die US-Regierung etwas, das Apple nicht bewerkstelligen kann und es zu gefährlich ansieht, um an dessen Herstellung mitzuwirken.

“But now the U.S. government has asked us for something we simply do not have, and something we consider too dangerous to create. They have asked us to build a backdoor to the iPhone.”
Tim Cook

Das FBI möchte, so Cook in seinem offenen Brief an die Kunden, dass Apple eine neue Version von iOS produziert, mit einer Hintertür, die das Aushebeln einiger wichtiger Sicherheitsfunktionen zulässt. In den falschen Händen könnte diese Software, die es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gibt, es jedem erlauben, der ein iPhone in die Hände bekommt, die Daten darauf auszulesen.

Cook erläutert, dass das FBI zwar seine Forderungen mit anderen Worten umschreibt, aber trotzdem die Umgehung der Sicherheitsmaßnahmen verlangt. Dies sei nicht anders zu bewerkstelligen als mit dem Aussetzen der Sicherheitsvorkehrungen.

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Geschrieben am: 17.02.2016
Zuletzt aktualisiert: 17.02.2016
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