, den 18.02.2016 (Letztes Update: 18.02.2016)

NSA-Direktor: Verschlüsselung erschwert Prävention von Terroranschlägen

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In einem Interview mit Yahoo News hat der NSA-Direktor Michael Rogers die These aufgestellt, dass Verschlüsselung die Prävention der Terroranschläge von Paris erschwert haben.

Angestellte von Nachrichtendiensten und Strafverfolgungsbehörden, vor allem aus den USA, betonen regelmäßig in der Öffentlichkeit, dass Verschlüsselung ein Stolperstein bei der Aufklärung von Straftaten und der Prävention von Terroranschlägen sei.

Nun hat Michael Rogers, Direktor der NSA, öffentlich noch einmal bekräftigt, dass man wegen der Verschlüsselung von Informationen (z. B. auf Smartphones) die notwendigen Informationen zur Prävention von Anschlägen nicht rechtzeitig genug auswerten könne.

Gemäßigte Kritik

Rogers betonte allerdings, dass Verschlüsselung ein Baustein der Zukunft sei. Die Diskussion über ein Hintertürchen (den goldenen Schlüssel) hat laut Rogers nur Zeit verschwendet.

Und obwohl Rogers behauptet, dass man die Anschläge von Paris vielleicht hätte verhindern können, weiß man doch, dass sowohl die US-Geheimdienste als auch der türkische Geheimdienst den Franzosen teils Wochen und Monate zuvor Informationen über bevorstehende Anschläge mitgeteilt haben. Auch mit verschlüsselter Kommunikation.

Unlängst forderte ein Gericht in den USA von Apple, es möge dem FBI dabei helfen die Sicherheitsvorkehrungen des Smartphones auszuhebeln. Dieses ist mit der Aufklärung einer terroristisch motivierten Schießerei in San Bernadino beschäftigt.

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