Three integriert AdBlocker im Mobilfunknetz

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Der Mobilfunkprovider Three UK hat zusammen mit Three Italy und Shine Technologies einen AdBlocker im Mobilfunknetz eingerichtet, die nun sukzessive eingerichtet werden wird. Kunden benötigen dann zum AdBlocking keine separate Software mehr.

In einer Meldung erläutert Three UK, dass das Netzwerk-basierte AdBlocking wesentlich effektive sei als Softwarelösungen, die Nutzer im Einzelfall verwenden. Damit können man deutlich mehr Werbung herausfiltern.

Werbung ist gut, aber…

Man wolle Werbung nicht eliminieren, so Three UK. Man wolle aber den Kunden mehr Kontrolle überlassen. Dabei verfolgt man drei konkrete Ziele:

  1. Sollen Kunden nicht den Traffic bezahlen müssen, den mobile Advertising verursacht, sondern die Werbetreibenden.
  2. Soll die Privatsphäre der Kunden vollkommen geschützt werden. Einige Werbetreibende würden Banner einsetzen, die Daten von Kunden ausspioniert, ohne deren Einverständnis.
  3. Sollen Kunden dazu berechtigt werden, für sie relevante Werbung zu erhalten und aber nicht ihr mobiles Surfvergnügen durch irrelevante Werbung gestört wissen.

Mehr Details demnächst

Three UK will in den “kommenden Monaten” mehr Details bekanntgeben, wie man die einzelnen Ziele realisieren möchte. Man werde mit Werbewirtschaft zusammenarbeiten, um eine zielgerechtere und transparentere Lösung für Mobile Advertising anzubieten.

Kommentar

Three UK erschließt sich auf diese Weise einen neuen Einnahme-Kanal. Denn ähnlich dem Beispiel der AdBlock-Lösungen der Eyeo GmbH werden Werbetreibende am Ende wohl dafür zahlen müssen, dass sie beim Kunden landen.

Anders aber als bei Eyeo, dem man vorwirft Schutzgeld zu erpressen, wäre dieses Vorgehen bei Three UK durchaus nachvollziehbar. Immerhin ist das Unternehmen ein Infrastrukturanbieter. Schaut man in den Bereich von Funk und Fernsehen, so müssen auch dort Werbetreibende Geld an die TV- und Radio-Anstalten zahlen. Kabelnetz- und Satelliten-Betreiber erhalten ihren Anteil über die Gebühren für die Einspeisung der Kanäle ins Netz.

Eyeo hingegen versucht an etwas mitzuverdienen, an das es keinen Anteil hat.

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Geschrieben am: 19.02.2016
Zuletzt aktualisiert: 19.02.2016
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