US-Kongress kritisiert FBI wegen Forderung an Apple

iPhone 5c
iPhone 5c

Teilnehmer beider politischer Lager haben am Dienstag den FBI-Direktor James Comey zur Angelegenheit mit Apple befragt und dabei das Vorgehen gegen den iPhone-Hersteller kritisiert.

Das FBI zerrt Apple vor Gericht, weil es vom iPhone-Hersteller verlangt, ein iPhone 5c zu entschlüsseln, das dem San-Bernadino-Schützen gehörte.

Kongress kritisiert FBI

James Comey wurde zu dieser Angelegenheit vor dem Justizausschuss des US-Kongress befragt. Comey wurde vorgeworfen, dass das FBI sich dilettantisch verhalten habe, indem es ohne vorherige Rückfrage das Passwort auf dem iPhone des San-Bernadino-Schützen zurücksetzte. Dieser Vorgang macht es nun unmöglich, die Daten ohne Weiteres zu extrahieren.

Darüber hinaus wurde der FBI-Direktor gefragt, warum man 50 Tage gewartet hat vor Gericht zu gehen, wenn die Angelegenheit dermaßen wichtig für die Behörde sei.

FBI schöpft nicht alle Möglichkeiten aus

Ferner musste Comey sich die Frage gefallen lassen, ob das FBI tatsächlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe und warum man es in dieser Angelegenheit bislang versäumt hat, die NSA hinzuzuziehen, deren Aufgabe es ist, Informationen zu hacken.

Comey betonte zuletzt, dass diese Angelegenheit einen Präzedenzfall erzeugen würde. Deshalb wurde der FBI-Direktor auf China und andere Administrationen angesprochen. Wenn man Apple in den USA dazu zwänge, würde man das US-Unternehmen in anderen Ländern ebenfalls dazu nötigen.

Strategie wird kritisiert

Ganz besonders zeigten sich die Abgeordneten jedoch pikiert darüber, dass das FBI nicht zuerst den Dialog über den Kongress gesucht hat, sondern stattdessen den Umweg über das Gericht geht.

Zuletzt hatte Apple in einem Drogendelikt in New York durch einen Bundesrichter Unterstützung erhalten. Dieser hatte den Behörden verweigert, Apple gegen seinen Willen dazu zu zwingen, ein iPhone zu entschlüsseln.

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Geschrieben am: 03.03.2016
Zuletzt aktualisiert: 03.03.2016
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