Iro Kaese, den 23.03.2017 (Letztes Update: 23.03.2017)

Apple kauft iOS-Automation-App Workflow

Mit der Veröffentlichung im Dezember 2014 hat die App Workflow für einige Aufregung in der iOS-Community gesorgt, sie wurde als iOS-Pendant zum macOS-Automator gehandelt. Nun hat Apple die App und das Team aufgekauft.

Vor über zwei Jahren hat das junge iOS-Entwickler-Team rund um Ari Weinstein, Conrad Kramer, Ayaka Nonaka and Nick Frey den App Store aufgerüttelt und den iOS-Geräten mit Veröffentlichung von Workflow unzählige neue Möglichkeiten bereitet. In der vergangenen Nacht wurde bekannt, dass Apple die Entwickler und die App übernommen hat.

Durch Kombination kleiner Aktionen Großes erreichen

Das Prinzip hinter Workflow ist denkbar simpel: Die App bietet eine Vielzahl von kleinen Aktionen, angefangen mit dem Datum des heutigen Tages über die Abfrage einer iCloud Drive-Datei bis zum Erstellen einer Aufgabe in Todoist, die dann in einer Art Kette miteinander verbunden werden. Zwischen den einzelnen Aktionen können Informationen geteilt werden, über Variablen können Daten aus einer Aktion später in der Kette nochmal aufgerufen werden. Insgesamt bezeichnet sich eine solche Kette als Workflow, die App bündelt eine Vielzahl dieser Workflows. Über eine öffentliche Galerie und Direktlinks können neue Workflows gefunden und installiert oder selbst geteilt werden. Seit der Veröffentlichung wurde die Zahl der verfügbaren Aktionen immer erweitert, inzwischen findet die App sich auch auf der Apple Watch und kann über ein Widget im Notification Center gesteuert werden.

Mit sofortiger Wirkung werden die Entwickler der App sowie das Produkt selbst nun Teil von Apples Team. Der Kaufpreis ist nicht bekannt, Matthew Panzarino spricht bei TechCrunch jedoch von einem guten Zahltag für die Entwickler und Investoren der Anwendung. Workflow hat sich bisher ausschließlich über den Verkauf der App sowie das Startkapital verschiedener Investoren finanziert und allein über diesen Weg laut TechCrunch mehrere Millionen Dollar eingesammelt.

Die App ist weiterhin im App Store verfügbar und erstmals kostenlos zu haben. Spannend wird die Zukunft, die der Anwendung, dem Konzept und den Entwicklern bei Apple bevorsteht. Denkbar und wünschenswert wäre eine tiefere Systemintegration der Idee, die dann eine Automation auf dem Level von Automator auf dem Mac ermöglichen könnte. Sollte Apple zusammen mit den vier Entwicklern diesen Schritt gehen, könnte iOS für professionelle Anwendungsfälle auf einem neuen Niveau ankommen.

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