, den 30.08.2018 (Letztes Update: 30.08.2018)

Wie wir mit Panama Papers umgehen sollten

Bestimmt werden alle im Zusammenhang von Panama Papers von „totaler und lückenloser Aufklärung“ sprechen. Doch das ist nur eine Floskel. Wir selbst können handeln und zwar auf ganz unterschiedliche Weise.

Mossfon

Als Mossack und Fonseca (Mossfon) tritt eine Firma für Finanzberatung in der Republik Panama auf, die im Zuge der Veröffentlichungen rund um „Panama Papers“ als Pfuhl zur Steuerhinterziehung beschrieben wird. Sie verwaltet Briefkastenfirmen für Kunden weltweit, die ähnlich eindeutig, einem positiven Vaterschaftstest gleich, keinen realen Zweck erfüllen und als solche nur gegründet wurden, um Gelder vor der Versteuerung zu verstecken.

Kunden der Agentur sind neben Sportlern und Politikern oder Verwandten von Königshäusern auch eindeutig Kriminelle. Mossfon hat am 4. April ein Statement zu den weltweit veröffentlichten Medienberichten herausgegeben, indem man seine Hände in Unschuld wäscht. Man „sei noch nie wegen krimineller Handlungen verurteilt worden“, so Mossfon.

„In operation now for nearly 40 years, Mossack Fonseca has never once in its history been charged with criminal wrongdoing, or even been formally investigated in connection with allegations of the same.“
Mossack Fonseca

Das mag richtig sein, wehrte Damen und Herrn. Das wird aber nun nicht mehr so bleiben. Und wenn man euch nicht belangen kann, weil die Gesetze in Panama es nicht zulassen, werden eure Kunden dran glauben.

Unschuldslämmer von Mossack Fonseca

Darüber hinaus erläutert man bei Mossack Fonseca anhand einiger Fälle exemplarisch, dass man „nichts mit den Machenschaften“ zu tun gehabt habe. Als man aus den Medien über die unlauteren Absichten erfuhr, habe man sofort die Mandantschaft niedergelegt. Ein seit 40 Jahren erfolgreich am Markt tätiges Unternehmen, das sich eine goldene Nase und Krawatten für seine Vorstände verdient, will der Welt weismachen, dass es tatsächlich „so naiv“ ist, und nichts von alledem gewusst hat?

Jürgen Mossack

Wer sind eigentlich Mossack Fonseca? An der Spitze sind zwei Personen. Allen voran ist dort Jürgen Mossack. Ihn kannte bisher kein Normalbürger, nur Schweine, die gerne Scheinfirmen betreiben wollen. F. der Sohn eines ehemaligen Waffen-SSlers, der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Panama floh. Jedenfalls geht das aus unzähligen Medienberichten hervor, die nicht nur die Fassade des Anzugträgers auswerten.

Wenn ihr aus Panama seid und euch der feine Herr Mossack mal wieder ein üppiges Trinkgeld geben will – nehmt es, und zerreißt die Scheinchen vor seinen Augen.

Ramon Fonseca

Er ist der Kompagnon von Jürgen Mossack. Er veröffentlichte in Panama einen Roman, ist von Beruf eigentlich Rechtsanwalt und Mitbegründer von Mossack Fonseca. Er beriet auch den Präsidenten Panamas und hat sein Wissen nicht nur von einer lokalen Uni sondern auch von der London School of Economics.

Ihr habt den Roman von Fonseca gekauft? Tauscht ihn um. Wenn das nicht mehr geht, führt ihn dem Altpapier zu oder benutzt ihn als Klopapier.

Sportstars

Während man von Politikern ein anderes Verhalten erwartet und „nicht ganz so“ verwundert darüber ist, dass sie in Panama Papers verstrickt sind, sollte man annehmen, dass Leistungssportler ein anderer Schlag Mensch wären.

Wenn ihr armseligen Hanswürste unbedingt eine Firma eröffnen wollt, dann gründet sie doch in dem Land, das euch groß gemacht, und in dessen Krankenhäusern ihr auf die Welt gepresst wurdet. Oder was spricht dagegen? Hat der liebe Gott es vielleicht anders gewollt?

Lionel Messi

Ihr habt Merchandise-Artikel vom Fußballzwerg Lionel Messi? Schickt sie zurück an den Absender oder gebt sie den Obdachlosen. Es ist erbärmlich, dass dieser Stuerhinterzieher Millionen verdient und wir ihn noch für seine Kotzanfälle auf dem Spielfeld bemitleiden sollen, nur damit er noch mehr Millionen mithilfe von Scheinfirmen erwirtschaftet. Solche Leute, die den Hals nie vollkriegen sind der Abschaum der Gesellschaft und keine Vorbilder und Ikonen, die man anhimmeln sollte. Im Gegenteil.

Nico Rosberg

Ihr kennt die Situation, wenn ein Hersteller ein schlechtes Produkt auf den Markt wirft. Sofort wird bei Amazon ein Dauerfeuer an negativen Bewertungen erzeugt. Das gleiche könnt ihr mit den YouTube-Videos von Nico Rosberg tun. Disliked diesen digitalen Marketing-Bullshit in gebrochenem Deutsch von einem Wahlmonegassen. Er kann sich seinen nächsten Sportwagen auch ohne eure Klicks leisten.

Wenn ihr in Island wohnt und der Premierminister kommt bei euch einkaufen, und möchte keine seine Waren bei euch bezahlen, dann sagt mir ruhiger Stimme: Tut mir Leid, aber wir verkaufen ihnen nichts.

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