, den 13.09.2018 (Letztes Update: 13.09.2018)

Das neue iPhone XR erst ab 26. Oktober im Handel

iPhone XR in Koralle
iPhone XR in Koralle, Bild: Apple

Das neue iPhone XR. Am Abend präsentierte Phil Schiller neben dem iPhone XS und XS Max auch das LCD-Smartphone XR. Es verfügt über den A12 Bionic Chip, ein 6,1-Zoll großes „Liquid Retina Display“ und ein Chassis aus Aluminium und Glas. Der Hersteller bietet es in sechs Farben an und motzt das Gerät auch mit der Gesichtserkennung Face ID auf. Dumm nur, dass man es erst im Oktober bestellen kann.

Es gab am Abend nicht nur die neue Watch Series 4 und OLED-Smartphones. Als der „heimliche Star“ der Veranstaltung entpuppte sich stattdessen Apples iPhone XR. Zumindest wenn man die Reaktionen in Social Networks und Medien wertet.

Aus iPhone 8 wird iPhone XR mit Face ID

Sozusagen als Nachfolger des iPhone 8 veröffentlichte Apple nicht etwas das iPhone 9, sondern das iPhone XR. Die Bezeichnung macht insofern Sinn, als das Gerät auch über die Gesichtserkennung Face ID verfügt. Damit unterstützt es ein Feature, das Apple mit dem iPhone X im Jahr 2018 einführte.

Das Gerät nutzt einen Mix aus Glas und Aluminium für das Chassis. Es bietet ein 6,1-Zoll großes „LCD“ – das steht ja für „Liquid Crystal Display“, weswegen Apples Marketingbezeichnung „Liquid Retina Display” nicht allzu verkehrt scheint. Das Display unterstützt aber eine Bildwiederholrate von 120 Hz, wie man sie sonst nur vom aktuellen iPad Pro kennt. Dort nannte Apple Sie „ProMotion“. Bewegungen werden deutlich flüssiger angezeigt.

iPhone XR in Gelb

iPhone XR in Gelb, Bild: Apple

Hardware mit viel Potenzial

Auch deshalb ist das iPhone XR besonders gut gelitten. Denn es bietet aktuelle Technik zum günstigsten Preis der drei neuen iPhone-Modelle. Das Smartphone bietet nämlich den neuen A12 Bionic Chip mit „Neural Engine“ der nächsten Generation. Dazu gesellen sich aktualisierte TrueDepth-Kameras auf der Vorderseite und ein neues Kamerasystem auf der Rückseite.

Das Gehäuse ist wasserdicht und nach IP67 zertifiziert. Es kann entsprechend auch einige Zeit bis zu einem Meter unter Wasser liegen, ohne dass es dabei Schaden nimmt. Vorbei sind die Zeiten, da ein iPhone in der Badewanne zu einem Wasserschaden führte.

Mehr Batterielaufzeit, mehr Farben

Bei der Akkulaufzeit sattelte Apple ebenfalls noch einmal drauf. Obwohl das Gerät in etwa so groß ist wie das iPhone 8 Plus, hält es mit einer Akkuladung anderthalb Stunden länger aus.

Das Smartphone soll auch deutlich mehr Kunden ansprechen, denn das iPhone XR ist in sechs neuen Farben erhältlich. Apple bietet es in Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Koralle und (PRODUCT)RED an. Der Rand aus eloxiertem Aluminium ist passend gefärbt.

Details zum A12 Bionic

Apple ließ den SoC A12 Bionic in 7-Nanometer-Technik fertigen. Es handelt sich um ein Aggregat mit Sechskern-CPU. Davon sind zwei Performancekerne bis zu 15 Prozent schneller als beim A11. Die vier Effizienzkerne sollen bis zu 50 Prozent leistungsfähiger sein. Die von Apple selbst entwickelte GPU sei ebenfalls bis zu 50 Prozent schneller als zuvor und verfügt über vier Kerne.

Apple integriert in das Smartphone aber auch einen eigens entwickelten Bildsignalprozessor (ISP), einen Video-Encoder und mehr.

Künstliche Intelligenz wird cleverer

Die „Neural Engine“ im iPhone XR rüstet Apple ebenfalls auf. Das Aggregat nutzt ein Design mit acht Kernen und unterstützt Aufgaben des maschinellen Lernens in allen Bereichen von Fotografie bis Augmented Reality. Der neue Chip ermöglicht bis zu fünf Billionen Operationen pro Sekunde. Der A11 schafft mit seiner Neural Engine „nur“ 600 Milliarden.

Entwickler können die „Neural Engine“ nun auch über Core ML ansprechen und ihre Apps aufmotzen. Auf dem Event zeigten einige Spieleentwickler Anwendungen, genauso wie ein Unternehmen, dass Basketballtraining optimieren möchte und Training-Sessions in Echtzeit per iPhone und ARKit analysiert. Obwohl die neue „Neural Engine“ bis zu neunmal schneller ist, verbraucht sie nur ein Zehntel der Energie.

Die Kamera im iPhone XR

Im iPhone XR nutzt Apple eine Weitwinkelkamera mit einem Objektiv. Sie bietet eine Auflösung von 12 Megapixel und eine ƒ/1.8 Blende. Ein neuer Sensor ermöglich schnelleren Autofokus. Apple scheint aber Gefallen am Fotografieren und Filmen gefunden zu haben. Denn es entwickelt nicht nur eigene Sensoren und Chips, sondern nutzt auch seine Software, um clever bessere Bilder zu erstellen. Softwarealgorithmen ermöglichen Porträtfotos mit einem Bokeh-Effekt und Smart HDR bringt bessere Helligkeit- und Schattendetails auf Fotos.

LTE Advanced und Dual SIM

Auch beim günstigeren LCD-Smartphone bietet Apple moderne Kommunikation. Ihr könnt Euch auf Unterstützung für LTE Advanced freuen und die Nutzung von Dual SIM. Dazu bietet dieses Gerät die Möglichkeit eine Nano-SIM parallel zu einer digitalen eSIM einzusetzen.

Preise und Verfügbarkeit des iPhone XR

Ihr könnt das iPhone XR ab Freitag, den 19. Oktober bei Apple vorbestellen. Der Hersteller verkauft es dann ab Freitag, den 26. Oktober, und zwar in über 50 Ländern. Phil Schiller erwähnte, dass es sich dabei um die bislang umfangreichste Produkteinführung (logistisch) handelt. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören zu den Ländern, in denen es zu diesem Datum verfügbar sein wird.

Das Gerät gibt es wahlweise mit 64, 128 oder 256 GB Speicher in den Farben Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Koralle und (PRODUKT)RED. Es kostet ab 849 Euro im Apple Store.

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